Als er im Januar 2003 den Bayerischen Filmpreis als Bester Nachwuchsdarsteller für "Solino" und "Anatomie 2" entgegennahm, bedankte er sich mit dem... - Foto: Velvet / Bernhard Kühmstedt http://images.kino.de/flbilder/max05/mbiz05/mbiz10/z0510407/b150x150.jpg Barnaby Metschurat

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Barnaby Metschurat


  • Geburtsort
    Berlin

Als er im Januar 2003 den Bayerischen Filmpreis als Bester Nachwuchsdarsteller für "Solino" und "Anatomie 2" entgegennahm, bedankte er sich mit dem Hinweis, die Auszeichnung beweise, was er könne. Da hatte Barnaby Metschurat neun Kinofilme und etliche TV-Rollen hinter sich. Der gut aussehende Berliner, der gern für die Rolle des Softy genommen wird, sie aber stets klug unterläuft, hat ein offenes, unverbrauchtes Gesicht, was ihn mit Daniel Brühl und Lukas Gregorowicz verbindet, die dadurch ähnlich wandlungsfähig bleiben.

Geboren 1974 in Berlin und mit der Rolle des Schülers Kaspar Riedel in der ZDF-Serie "Unser Lehrer Dr. Specht" erste Erfahrungen sammelnd, trat Metschurat 1993 im dffb-Abschlussfilm von Rudolph Jula ("My Private Idahoe") auf, arbeitete ab 1994 beim Theater und begann 1997 eine kontinuierliche Karriere in Kinofilmen, so als Victor, der verlorene Sohn aus der Provinz, in "Angel Express", als Mitglied des Freundestrios um Laura Tonke in "Wolfsheim" und als Max, zeitweiliger Liebhaber und WG-Mitglied von Tatjana Blacher in "Chill Out". Max hieß er wieder in "Juliette", mit dem er bekannt wurde: In der modernen Version von Heinrich von Kleists "Die Marquise von O." spielte Metschurat den DJ Max, der die ohnmächtig gewordene 18-jährige Schülerin Julietta (Lavinia Wilson) am Rande der Love Parade aus einem Brunnen zieht, vergewaltigt und später sein Vergehen gesteht.

Der Durchbruch gelang Metschurat mit Fatih Akins "Solino" in der Rolle des sanften Bruders von Moritz Bleibtreu: Als Gigi will der Sohn italienischer Gastarbeiter Filmregisseur werden, zerbricht am Egoismus des Bruders und findet das kleine Glück in der Heimat. In dem Horrorthriller "Anatomie 2" war Metschurat in seiner ersten Hauptrolle in einem großen Genrefilm der enthusiastische Jungarzt Jo, der im Praktikum an die Antihippokraten des ersten Teils gerät, mit Drogen betäubt wird, dem erkrankten Bruder helfen will und nur durch die Liebe zu einer mutigen philippinischen Krankenschwester gerettet wird. Metschurat ist überzeugter Berliner, der das "Dreckige" an der Stadt liebt und mit seiner Freundin Annika eine neunjährige Tochter hat.

  • Geburtsort
    Berlin
  • Geburtsland
    BRD

Horror made in Germany

Teuflische Verschwörung und höllische Qualen: Die Dreharbeiten zu "Anatomie 2" sind im vollen Gange. Jetzt geht das Team nach München.

Schon verunsichert, Heike Makatsch?

Schon verunsichert, Heike Makatsch?

"Die einen studieren, die anderen werden studiert." Franka Potente kam 2000 in "Anatomie" dem Pflichtfach eines jeden Medizinstudenten näher, als ihr lieb war.

Sehr zur Freude der Kinogänger, die ihr und dem Film den Deutschen Publikumsfilmpreis zusprachen. Jetzt ist die Inszenierung des zweiten Teiles - wieder unter der Regie von Stefan Ruzowitzky - im vollen Gange.

Sechs Wochen machte das Horror-Team Berlin unsicher, u.a. im Benjamin-Franklin Krankenhaus und im Gehry Bau am Pariser Platz. Der Action-Thriller "Made in Germany" verspricht wieder Spannung: Jo, ein junger Arzt, freut sich auf das Berufsleben. Als er sich an einem elitären Forschungsprojekt beteiligen will, ahnt er aber nicht, dass er sich damit dem äußerst zweifelhaften Geheimbund der Antihippokraten anschließt. Bald ist es zu spät und der krankhafte Forschungswahn (am Menschen!) nimmt seinen Lauf.

Also Vorsicht, jenseits des Weißwurst-Äquators sind die Skalpelle gewetzt. Da beruhigt auch die Bemerkung des Regisseurs nur wenig: "Ich freue mich sehr auf München, weil ich so gute Erinnerungen daran habe. "Anatomie" wurde damals fast ausschließlich in München gedreht, und die Bedingungen dort waren sehr angenehm." Ja lecker.

Die Deutsche Columbia Pictures ("Anatomie") produziert mit Claussen + Wöbke ("Was tun, wenn's brennt?", "Crazy"), vor der Kamera stehen neben anderen Barnaby Metschurat, Heike Makatsch und Herbert Knaup. Ort des gruseligen Geschehens ist nun der High-Tech-Operationssaal 17, der unter großem Aufwand in den Bavaria Studios gebaut wurde. Und die Produzenten versprechen natürlich aufwendige Special-Effect Szenen...

Wer wissen will, wie es wirklich um die Forschung am Menschen steht, der kann sich die (fiktive) Antwort ab 6. Februar 2003 holen - im Kinosaal.


Filmografie

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