Es ist der neueste Pixel-Spaß der Macher von "Findet Nemo": Wenn "Die Unglaublichen" Abenteuer erleben, wie sie nur eine Familie echter Superhelden bestehen kann, erheben Kai Pflaume, Felicitas Woll und Barbara Schöneberger dazu die Stimme. Die Synchro-Stars über ihren gefährlichen Job.
Kai Pflaume spricht Frozone |
Ich arbeite schon länger mit Disney zusammen, habe z.B. auf der DVD von "Schneewittchen" das interaktive Menü erklärt. Irgendwann habe ich einfach gefragt, ob ich mal eine Rolle synchronisieren dürfte - naja, und so bot man mir schließlich die Rolle des Frozone an.
Synchronisieren geht in den schauspielerischen Bereich hinein, allerdings ohne dass es wirklich Schauspiel ist: Ein guter Synchron-Sprecher muss noch lange kein guter Schauspieler sein und umgekehrt. Als Moderator musste ich erst einmal lernen, alle Emotionen nur über meine Stimme zu transportieren - ohne Mimik oder Gestik zu Hilfe nehmen zu können.
Natürlich ist es ein schöner Nebeneffekt, wenn man mit seinen Kindern ins Kino geht und sagen kann: "Hört mal genau hin, der Frozone hat Papas Stimme". Aber das wirklich Tolle war für mich, in einer Disney-Produktion eine Rolle bekommen zu haben. Ich sehe das als echte Auszeichnung - auch wenn es mich unheimlich freut, wenn meine Kinder mich jetzt endlich cool finden ...
Ja, bei manchen Szenen muss man agieren, um den nötigen Druck in die Stimme zu bekommen oder eine gewisse Aufregung transportieren zu können. Aber ich habe mich nicht so viel bewegt wie mein Kollege Markus Maria Profitlich, der völlig aus sich herausgegangen ist.
Felicitas Woll spricht Violet |
Nein, ich war ehrlich gesagt kein besonders schwieriger Teenie. Ich hatte zwar auch meine mauligen Tage, aber insgesamt habe ich meine Jugend als wahnsinnig reiche Zeit erlebt. Man wird zur Frau, verliebt sich, hat zum ersten Mal Liebeskummer. Violet durchlebt all diese Dinge. Es hat großen Spaß gemacht, die Entwicklung des Mädchens für "Die Unglaublichen" auch stimmlich zu färben.
Ja, bin ich auch heute noch. Wenn ich mich wohl fühle, dann öffne ich mich allerdings gerne und rede auch viel. Aber ich bin nicht so der forsche Typ.
Das ging ja erst vor zwei Jahren so richtig los, mit dem Erfolg von "Berlin, Berlin". Plötzlich rannten ganze Schulklassen hinter mir her, einmal sogar bis ins Zugabteil. Ich gebe gerne Autogramme, aber manchmal muss man einfach Grenzen setzen und sich wehren können.
So langsam habe ich mich an all das gewöhnt. Ich musste einfach in dieser Beziehung erwachsen werden und meine Schüchternheit ablegen. Umso schöner, dass ich in "Die Unglaublichen" jetzt noch einmal 15 und ganz kindlich sein durfte. Als ich selber 17 war, stand ich ja schon im Rampenlicht.
Menschen, die wirklich etwas bewirkt haben in der Welt und das Bewusstsein der Menschen verändert haben. Ghandi zum Beispiel. Oder der Dalai Lama. Reden kann ja jeder viel, aber wirklich etwas zu bewegen - das schaffen nicht sehr viele.
Barbara Schöneberger spricht Mirage |
Wichtig ist, dass man sich vorher nicht in die Hose macht. Mein Ansatz war: Ich spreche einfach mal ein paar Sätze, und dann soll der Regisseur mir sagen, was ich anders machen soll. Vorher habe ich mir den Originalfilm angeschaut, dadurch wusste ich ja ungefähr, was verlangt wurde.
Ich fand die Rolle sehr cool. Jedes Mädchen will doch mal ein Bond-Girl sein. Mirage trägt immer gut sitzende Kostüme, verliert nie die Fassung, ist geheimnisvoll und hat die Geschicke der Personen fest im Griff.
Nicht wirklich. Sie ist zwar auch eine Art blondes Gift, aber ich bin ja viel hibbeliger und quatsche viel mehr. Rein erotisch habe ich mir aber sehr viel von ihr abgeschaut.
Es gibt zwar immer wieder Angebote, aber da war bis jetzt nichts dabei, was ich unbedingt hätte spielen wollen. Man darf auch nicht den Fehler begehen, zu glauben, nur weil man als Moderatorin vor der Kamera steht, ist man gleich eine gute Schauspielerin. Ich plane da keine Karriere, würde aber durchaus etwas spielen, was zu mir passt.
Zum Beispiel eine Mutter auf dem alternativen Yogatrip. Aber nicht etwas wie "Blonde Freundin von reichem Kerl", wo der Zuschauer sofort denkt: "Da haben sie jetzt die Schöneberger genommen, das musste ja sein".
Nein, ich esse nur, wenn eine Kamera läuft. Quatsch, ich esse natürlich immer, auch daheim, allerdings in Maßen. Auf Sendung ist das auch eine Übersprungshandlung. Das Zeug muss ja weg, sonst wird es schlecht. Dass ich trotzdem so schlank aussehe, liegt an der Korsage, die ich immer trage ...