Der Name "The Babyshambles Sessions" steht für eine Reihe von Aufnahmen der britischen Rock'n'Roll-Band The Libertines, die zunächst auf dem geplanten zweiten Album der Band veröffentlicht werden sollen. Noch vor Produktionsende verlässt jedoch Sänger und Gitarrist Carl Barat, angewidert vom Drogenkosum seines Partners Pete Doherty (Gesang), in New York das Studio. Songs wie "The Man Who Would Be King" und sogar eine virtuelle 3-CD-Box mit den Mitschnitten tauchen später als nicht offiziell von der Band lizensierte Veröffentlichungen im Internet auf. Nach dieser Begebenheit wird Doherty, der seinen Hang zur Selbstzerstörung publikumswirksam auslebt, von seinem Ex-Kumpel aus der Band geworfen. Er gründet - nach rechtlichen Streitigkeiten um den Bandnamen Libertines - das trotzige Gegenprojekt Babyshambles, das im April 2004 eine erste, gleichnamige Single in Kleinstauflage veröffentlicht. Mit Patrick Walden an der Gitarre, Gemma Clarke am Schlagzeug und Drew McConnell am Bass steht Mitte des Jahres ein stabiles Line-Up, mit welchem Doherty im September und Oktober eine ausverkaufte Tournee durch Großbritannien absolviert. Ende November erscheint die zweite Single "Killamangiro", die Platz acht der britischen Charts erreicht. Während der folgenden, zweiten Tournee versinkt Doherty noch tiefer im Drogensumpf. Ein Konzert in Blackpool muss die Band vorzeitig abbrechen. Bei einem Termin in London kommt es zu Ausschreitungen, weil Doherty gar nicht erst erscheint. Im Januar 2005 hat Gemma Clarke von den Umtrieben ihres Bandleaders die Nase voll. Sie wird durch Adam Ficek ersetzt. Nach einer Verhaftung wegen Verdachts auf Körperverletzung und Nötigung in einem Londoner Hotel (die Klage wird fallengelassen) zieht sich Doherty ins Studio zurück, um am Debüt-Album der Babyshambles zu arbeiten. Im August erscheint bereits eine Single mit dem schönen Titel "Fuck Forever", die es auf Platz vier der englischen Charts schafft. Im Oktober durchsucht die Polizei den Tourbus der Gruppe; Doherty wird daraufhin wegen Drogenbesitzes erneut verhaftet, bis Dezember jedoch auf Kaution wieder freigelassen. Die Presse stürzt sich auf die Geschichte und stilisiert den schwer Abhängigen endgültig zum Kult-Drogie hoch. Noch vor der für November geplanten Veröffentlichung sickert der Longplayer "Down In Albion" als Download ins Internet durch.