Der britische Songschreiber und Musiker Stephen Jones nimmt im Homerecording-Verfahren von 1988 an rund 400 Songs auf. Im Jahr 1995 gründet er seine eigene Plattenfirma "Baby Bird Recordings", mit der er unter dem Namen Baby Bird innerhalb von sechs Monaten vier Alben mit Eigenkompositionen veröffentlicht. Zwischen Pop und Independent, Elektronik und Neo-Folk präsentiert Jones mit einer wandelbaren Gesangsstimme textlich düstere Szenarios von Einsamkeit, Liebe und Vergänglichkeit. Insbesondere "I Was Born A Man" erfreut sich wohlwollender Kritiken. Jones' immenser Tatendrang überzeugt bald auch die Industrie, und bereits im Jahr darauf kann er einen Plattenvertrag bei Echo Records/Chrysalis unterschreiben. Mit Luke Scott (Gitarre), John Pedder (Bass), Huw Chadbourn (Keyboards) und dem Schlagzeuger Robert Gregory gründet er eine feste Band, deren Single "Goodnight" in Großbritannien zu einem kleinen Hit wird, gefolgt von "You're Gorgeous", das überraschend den dritten Platz der britischen Charts erreicht und als eine der bestverkauften Singles des Jahres weltweite Erfolge verzeichnet. Das kurz darauf veröffentlichte Debüt-Album, "Ugly Beautiful", bringt zwar nicht den erwarteten großen Durchbruch, kann jedoch mit zwei weiteren Singles, "Candy Girl" und "Cornershop", aufwarten. Ohne Huw Chadbourn wird das 1998 veröffentlichte "There's Something Going On" eingespielt, dem kleinere Hits wie "If You'll Be Mine" und "Back Together" folgen. Im Jahr 2000 bestehen Babybird aus Stephen Jones, Luke Scott und Matt Hay. "Bugged", das dritte Studioalbum, verkauft sich trotz guter Resonanzen in der Presse schlecht. Der Plattenvertrag wird nicht verlängert, und Babybird lösen sich auf. Jones versucht sich als Schriftsteller und schreibt Musik für den Film "Blessed" (2004). Im Oktober 2005 kommt es mit Luke Scott und Robert Gregory zu einer Neuauflage von Babybird. Das Album "Between My Ears There's Nothing But Music" erscheint im September 2006.
Johnny Depp klampft mit Lieblingsband
Multitalent Johnny Depp ist offenbar stets auf der Suche nach neuen Projekten: Aktuelles Faible ist die Musik - genauer, eine Band namens Babybird.
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Wer in jungen Jahren fleißig übt, kann's später ganz toll. So wie Johnny Depp anno 1990 in "Cry Baby". (Foto: UIP)
Babybird. Ähhh: das waren noch gleich...? Ganz einfach: Bei gutem akustischen Gedächtnis kennt man diese von ihrem 96er-Rührstück "You're Gorgeous" - sonst allerdings leider von nicht viel. Dennoch scheint sich die Gruppe nachhaltig ins Gemüt des "Fluch der Karibik"-Stars gespielt zu haben. Dieser erkor Babybird nach ihrer kürzlich erfolgten Reunion kurzerhand zu seiner Lieblingsband - und beschloss, den Briten beim aktuell angepeilten Comeback auf die Beine zu helfen.
Zunächst fungiert der 46jährige Schauspieler zusammen mit seinem "Public-Enemies"-Kollegen Stephen Graham als Videoregisseur. Wenn das geplante Album "Ex-Maniac" im Februar 2010 das Licht der Welt erblickt, soll zumindest MTV keinen Grund zur Klage haben.
Johnny Depp haut in die Saiten
Doch will Depp offenbar auch ganz konkret an den Erfolg mit Hand anlegen. Oder zumindest flinke Finger: Wenn die Band ihren Showcase in einem kleinen Londoner Club spielen, wird Johnny Depp angeblich mit auf der Bühne stehen - Gitarre in der Hand und Entschlossenheit im Blick. Dass er sich hier musikalisch durchaus nützlich machen kann, steht außer Frage: Das Multitalent hat bereits ein Soloalbum veröffentlicht, klampft im Oasis-Song "Fade In-Out" und stand auch schon mit den legendären The Pogues auf der Bühne.