Anfang der 40er-Jahre schickte sie einfach einige Privatfotos nach Hollywood - und wurde vom Fleck weg engagiert. Die mit ihren langen... - Foto: Warner http://images.kino.de/flbilder/max04/mbiz04/mbiz36/z0436661/b150x150.jpg Ava Gardner

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Ava Gardner


  • Geburtstag
    24.12.1922
  • Geburtsort
    Brogden, North Carolina
  • gestorben
    25.01.1990

Anfang der 40er-Jahre schickte sie einfach einige Privatfotos nach Hollywood - und wurde vom Fleck weg engagiert. Die mit ihren langen dunkelbraunen Haaren wie eine südländische Schönheit wirkende Ava Gardner (1922-1990) gehörte knapp zwei Jahrzehnte zu den Männerträumen und wurde in den 50ern "schönste Frau der Welt" genannt. Ihre Rollen starker Frauen mit erotischer Ausstrahlung in exotischer Umgebung verstärkten den Eindruck. Eine "Oscar"-Nominierung erhielt sie als Afrika-Abenteurerin in John Fords "Mogambo", eine Variation ihrer Rolle aus "Schnee am Kilimandscharo". Cineasten ist sie vor allem als die selbstzerstörerische Schauspielerin Maria Vargas in Joseph L. Mankiewicz' "Die barfüßige Gräfin" ein Begriff. Gardner passte als verruchte, zügellose und erotomane Frau in Melodramen ("Die nackte Maja", "Pandora und der fliegende Holländer") ebenso wie in Musicals (die Spielerin Julie in "Showboat"), Ritterfilmen ("Die Ritter der Tafelrunde") oder Monumentalfilmen ("55 Tage in Peking") und hatte eine ihrer besten Rollen als britisch-indische Frau zwischen den Fronten in "Knotenpunkt Bhowani". Zwischen Strandboys, Alkohol und mit ihren sexuellen Eskapaden die Hippies der späten 60er vorwegnehmender lebensgieriger Frau bewegt sie sich in "Die Nacht des Leguan" von John Huston, für den sie in dem Western "Das war Roy Bean" triumphierend die Saloon-Sängerin Lily Langtry spielte. Gardner lebte ab Ende der 50er in Europa, erst in Spanien, dann in London und trat ab den 70ern nur noch sporadisch in Film ("Erdbeben") und Fernsehen (Serie "Falcon Crest") auf. Mit ihrer Gier nach Luxus schlug sie drei Ehemänner - den kleinwüchsigen Mickey Rooney, den Bandleader Artie Shaw und Frank Sinatra, mit dem sie sich geprügelt haben soll - in die Flucht. 1990 erschienen posthum ihre Memoiren.

  • Geburtstag
    24.12.1922
  • Geburtsort
    Brogden, North Carolina
  • Geburtsland
    USA

Tucker verpetzt Sinatra, Bogart & Monroe

Sie gilt als die goldene Zeit Hollywoods: Als Bogey cool am Whiskeyglas nippte, die Monroe ihr weißes Kleid wehen ließ und Old Blue Eyes "My way" sang - doch hinter der perfekten Fassade verbargen viele der großen Stars bisweilen eine gar hässliche Fratze...

Großansicht Erweist sich als fieser Nestbeschmutzer: Chris Tucker (Foto: Kurt Krieger)

Erweist sich als fieser Nestbeschmutzer: Chris Tucker (Foto: Kurt Krieger)

Da behauptet zumindest William Stadiem, der mit seinem Enthüllungsbuch "Mr. S: My Life With Frank Sinatra" mächtig Staub aufwirbelte. Kein Wunder, verriet er doch peinlich gehütete Geheimnisse aus dem Leben von Hollywoods Lieblingsstars. Das Skandalwerk des Insiders wird nun verfilmt, mit Chris Tucker in der Hauptrolle.

Dabei wird der Star aus "Rush Hour" unter anderem preisgeben, wie Sinatras berüchtigte Mafia-Verbindungen genau aussahen und dass "The Voice" von seinen Frauen ewige Treue verlangte, aber gleichzeitig per Kreditkarte die Abtreibungen seiner unzähligen Liebschaften bezahlte wie andere ihre Telefonrechnungen. Außerdem kommt ans Licht, dass Frankie farbige Angestellte als "Nigger" beschimpfte, obwohl er sich nach außen als Bürgerrechtler gab und mit Sammy Davis jr. befreundet war. Doch auch Marilyn Monroe kriegt für ihre verhängnisvolle Beziehung zum Kennedy-Clan ihr Fett weg, der Niedergang von Elvis Presley wird mit schmutzigen Details illustriert, selbst Deutschlands einziger echter Hollywod-Star Marlene Dietrich bleibt nicht verschont. Nur Humphrey Bogart kommt vergleichsweise gut weg.

Hollywoods Autos haben Ohren

Stadiem weiß deswegen so gut Bescheid, weil er jahrelang Sinatras Assistent war. Gefeuert wurde er eines Tages, weil er es gewagt hatte, auf einer Party mit Ava Gardner zu tanzen - die wollte Frankie nämlich selbst verführen. Zudem war Stadiems Co-Autor George Jacobs jahrelang Parkwächter in Hollywood und hörte so viele Gespräche mit, die nicht für die Ohren der Öffentlichkeit bestimmt waren.

Regie führt, wie schon bei "Rush Hour", Brett Ratner. Wenn der "Mr. S"-Film ähnlich erfolgreich wird wie das Buch, dürfte das Projekt für das erprobte Duo Ratner/Tucker eine Goldgrube werden. Und davon ist auszugehen - denn das einzige, was an Hollywood noch mehr fasziniert als seine Stars, sind deren Skandale.


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