Ashton Kutcher, Frauenschwarm und Herzensbrecher, Model und Produzent, machte sich als Liebhaber in romantischen Komödien und Slackerfilmen, mit seiner MTV-Show "Punk'd" und als Lover und Ehemann von Demi Moore einen Namen. Der hochgewachsene Junge aus Iowa, wo er 1978 geboren und auch von einem Talentsucher entdeckt wurde, ist sexy, schnuckelig und der Cary Grant der MTV-Generation. Zu Bekanntheit kam er als ewig veträumter Dussel Kelso in der stilbildenden Sitcom "Die wilden 70er", in der er sich für eine Filmkarriere empfahl. Im Film wurde Kutcher an der Seite von Seann William Scott (Stifler aus der "American Pie"-Trilogie) in der Teenie-Chaos-Komödie "Ey Dude, wo is mein Auto?" populär, wo das Paar haarsträubende Abenteuer mit Freaks, Girlies und Aliens erlebt. Ein Kassenerfolg wurde "Butterfly Effect": Da löst Kutcher als Psychologiestudent in dieser Horrorthrillerversion von "Zurück in die Zukunft" tödliche Wirbelstüme der Vergangenheitsveränderung aus.
Sein wahres Talent liegt aber im Bereich der romantischen Komödie. Mit fast unbeweglichem Gesicht, in der Körperhaltung beinahe steif und von Situationen scheinbar erst überwältigt, pflegt Kutcher einen Slowburn-Stil, der gut zu den lebhaften Ausbrüchen seiner Partnerinnen Brittany Murphy in "Voll verheiratet", Tara Reid in "Partyalarm", Amanda Peet in "So was wie Liebe" und Theresa Saldana in "Guess Who" passt. Ihre erotischen Avancen scheinen ihn zu amüsieren, aber er greift nonchalant zu, genießt und schweigt.
In seinem Element ist Kutcher als Präsentator und Produzent der MTV-Show "Punk'd" (2003), eine rigorose Version der deutschen "Versteckten Kamera", in der amerikanische Promis mit sadistischer Gnadenlosigkeit der Lächerlichkeit preisgegeben werden. So Lindsay Lohan mit einem angeblich gestohlenen Wagen, Beyoncé Knowles mit einem Tannenbaum, der Kindergeschenke zertrümmerte, und Justin Timberlake mit einem falschen Finanzbeamten, der sein Haus plünderte.
Kutcher ist seit September 2005 mit Demi Moore verheiratet und machte damit vorerst dem Klatsch in der Boulevardpresse, die seine Affäre mit der 16 Jahre älteren Schauspielerin in allen Details ausbreitete, ein Ende.
Demi Moore pflegt Hassliebe zu ihrem Körper
"Ganz allein zu sein, davor hatte ich immer am meisten Angst."
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Demi Moore gibt viel von sich preis (Foto: Kurt Krieger)
"Am meisten fürchte ich mich davor, am Ende meines Lebens herauszufinden, dass ich nicht wirklich liebenswert bin und dass irgend etwas Grundlegendes falsch an mir ist". Diesen Satz sprach die große, unnahbare Demi Moore jetzt in einem Interview mit der Zeitschrift Harper's Bazaar aus.
Demi, die sich für das Interview mit einer befreundeten Journalistin traf, spricht darin auch über Versagensängste, die Furcht vorm Alleinsein und den ewig währenden Kampf mit ihrem Körper: "Ich pflege zu meinem Körper eine Art Hassliebe und habe das Gefühl, dass er mich betrügt. Ob das in der Vergangenheit war, als ich mit meinem Gewicht kämpfte und nicht essen konnte, was ich wollte, oder ob es darum geht, dass er nicht tut, was ich will."
Auch die Vorstellung, irgendwann ganz allein zu sein, mache ihr große Angst. Angst habe sie auch davor, im Leben nicht alles gegeben zu haben und nicht immer mit voller Power dabei gewesen zu sein.
Demi Moore - verletzlich und stark
Im letzten Jahr ging die Ehe von Ashton Kutcher und Demi Moore auseinander. Moore steht nun nach der gescheiterten Verbindung mit Bruce Willis erneut vor einem privaten Scherbenhaufen. Auch beruflich sind ihre Glanzzeiten vorbei und während Ashton Kutcher mit "Two and a half men" durchgestartet ist, kämpft sie um Rollen und Aufmerksamkeit. Im Interview gibt sich Moore jedoch stark und kämpferisch: Mit ihrem Körper habe sie sich schon etwas ausgesöhnt und auch sonst werde sie nie zulassen, dass "die Wunden, die man zugefügt bekam, jemals zu etwas werden, das man nicht ist."