Mit über 170 Film- und TV-Rollen kann der 1936 in Augsburg geborene Arthur Brauss eine der reichhaltigsten Filmografien des deutschen Films mit... - Foto: EMV / Rainer Jauns http://images.kino.de/flbilder/max05/mbiz05/mbiz24/z0524559/b150x150.jpg Arthur Brauss
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Arthur Brauss

  • Geburtstag
    24.07.1936
  • Geburtsort
    Augsburg

Mit über 170 Film- und TV-Rollen kann der 1936 in Augsburg geborene Arthur Brauss eine der reichhaltigsten Filmografien des deutschen Films mit Ausflügen ins internationale Kino vorweisen. Der hoch gewachsene Schauspieler mit den stechenden Augen und einem immer die Gegenüber abschätzenden Blick, der von lakonischer Verlorenheit, zäher Verbissenheit und profihaftem Verschweigen der inneren Verfassung zeugt, wurde Brauss einer der meistbeschäftigten deutschen Schauspieler, dessen Vielseitigkeit weit mehr hervorbringt als die Schurken, Bösewichte, Gangster, Killer und zwielichtigen Charaktere, die ihn im Rollenfach abstempelten: Ein echter deutscher Heavy.

Brauss kam als Theaterschauspieler zum Film und debütierte 1963 in Will Trempers "Verspätung in Marienborn" als Militärpolizist und war 1965 in John Frankenheimers "Der Zug" neben Burt Lancaster als Leutnant zu sehen. Er gehörte 1976 zur Einheit von Feldwebel Steiner in Sam Peckinpahs Kriegsfilm "Steiner - Das Eiserne Kreuz", trat auf dem Fußballfeld in John Hustons "Flucht oder Sieg" an und lieferte als brillanter Schachspieler Yurilivich in Carl Schenkels "Knight Moves" 1991 eine seiner besten Leistungen.

Im deutschen Film bediente Brauss als harter Junge alles: Vom Actionkino ("Das Mädchen von Hongkong", "Jerry Cotton - Todesschüsse am Broadway") über Abenteuerfilme ("Der Schrei der schwarzen Wölfe"), Komödien ("Gummibärchen küsst man nicht"), und Simmel-Verfilmungen ("Der Stoff, aus dem die Träume sind") bis zu Erotikfilmen ("Carmen Baby", "Andrea...Wie ein Blatt im Wind") war er kompetent präsent.

In die Annalen des Neuen Deutschen Films ist Brauss in Wim Wenders' "Die Angst des Tormanns beim Elfmeter" (1971) eingegangen, wo er durch Wien streift und eine Kinokassiererin (Erika Pluhar) erwürgt. Er war in Roger Fritz' "Mädchen - Nur mit Gewalt", Volker Vogelers Emigrantendrama "Verflucht, dies Amerika" und als Bandit in Peter Schamonis deutschem Western "Potato Fritz" dabei. Für Schamoni nahm Brauss, der auch als Synchronsprecher tätig ist, im Dokumentarfilm "Majestät brauchen Sonne" eine der Kommentarstimmen an.

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