Zwei Meter groß, Schultern wie eine Schrankwand, dunkle Sonnenbrille, dazu der Charme eines Geldeintreibers aus Kasachstan - und dann der Standardspruch: "Nur für Stammgäste..."
Ja, Türsteher sind schon eine besondere Gattung Mensch. Doch während der normalsterbliche Clubbing-Fan an rüde Abfuhren durch Berufsgorillas gewöhnt ist, werden Hollywood-Stars normalerweise prompt an der Warteschlange vorbeigeleitet und mit unterwürfigem Lächeln hereingebeten. Damit hatte auch Bruce Willis gerechnet, als er kürzlich Einlass ins trendige New Yorker Nachtlokal "Socialista" begehrte.
Sein Pech: Der Torwächter erkannte den Star aus "Stirb Langsam" schlicht nicht und ließ Bruce eiskalt abblitzen. Doch es kam noch besser: Während Willis fassungslos die Tür anstarrte, wurden reihenweise andere ankommende Gäste durchgewunken. Ein Beobachter des Geschehens amüsiert sich: "Bruce hatte acht Begleiter dabei und bald trommelte sein ganzer Tross mit den Fäusten gegen die Tür!" Doch auch rohe Gewalt half diesmal nichts, Willis und seine Gang mussten draußen bleiben.
Dem Clubbesitzer Armin Amiri war der Vorfall sichtlich peinlich, er versicherte anderntags: "Ich war selbst leider gar nicht mehr im Club. Ich bin doch wie jeder ein großer Fan von Bruce!"
Für Amiri ist das Ganze dabei gleich doppelt pikant: Der Besitzer hatte seine Karriere einst selbst als Türsteher des legendären Clubs "Bungalow 8" begonnen und sich mit seinen gnadenlosen Aussieb-Aktionen den Spitznamen "Die Wand" verdient. Zum anderen versucht der Bar-Chef gerade seine ersten Schritte im Filmgeschäft - demnächst ist er neben Joaquin Phoenix in einer kleinen Rolle im Selbsjustiz-Drama "Reservation Road" zu sehen. Sich zum Karrierestart einen der größten Stars der Branche zum Feind zu machen, ist da keine so gute Idee.