Anthony Perkins ist wohl der bekannteste schüchterne Psychopath der Filmgeschichte. Durch Alfred Hitchcocks "Psycho", in dem er Janet Leigh in der... - Foto: http://images.kino.de/flbilder/max01/mbiz01/mbiz27/z0127351/b150x150.jpg Anthony Perkins

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Anthony Perkins


  • Geburtstag
    14.04.1932
  • gestorben
    12.09.1992

Anthony Perkins ist wohl der bekannteste schüchterne Psychopath der Filmgeschichte. Durch Alfred Hitchcocks "Psycho", in dem er Janet Leigh in der Rolle des ödipal fixierten Motelbesitzers Norman Bates unter der Dusche ermordet, blieb diese Rolle, die er noch in drei weiteren Filmen (darunter seinem Regiedebüt) verkörperte, wie ein Fluch an ihm kleben. Aber Perkins (1932 - 1992) war ein weitaus vielseitigerer Schauspieler, als es die Serienkiller vermuten lassen. Schon in seiner zweiten Rolle, als Quäker-Sohn von Gary Cooper in "Lockende Versuchung", überwand er den tölpelhaften und ängstlichen Heranwachsenden und lernte im Bürgerkrieg Bewusstsein und Mut. Perkins spielte in den 60er und 70er Jahren häufig in Europa, so als Geliebter von Ingrid Bergman in "Lieben Sie Brahms?" und in zwei Filmen von Claude Chabrol: als Playboy an der Seite von Maurice Ronet in "Champagnermörder" und als gehemmter Adoptivsohn von Orson Welles in "Der zehnte Tag", in dem er als neurotischer Bildhauer vom Vater umgebracht wird. Für Alan Rudolph war er der von Geraldine Chaplin in "Du wirst noch an mich denken" aus Rache eingesperrte Ex-Gatte. Perkins, als liebenswerter neurotischer Schlaks trotz vieler anderer Rollen abgestempelt, arbeitete für das Fernsehen, trat auf dem Theater auf und spielte gegen Ende seines Lebens in dem deutschen Psycho-Thriller "Der Mann nebenan". Seine neben "Psycho" größte Rolle fand er unter der Regie von Orson Welles als der von einer Über-Institution gehetzte und getriebene Josef K. in der Franz-Kafka-Vision "Der Prozeß", in der er sich vom üblichen Schwächling zu einem das System in Frage stellenden mutigen Außenseiter wandelt. Seine 1960 geborene Tochter Elizabeth ist ebenfalls Schauspielerin.

  • Geburtstag
    14.04.1932
  • Geburtsland
    USA

Scarlett Johansson als Janet Leigh im Hitchcock-Film

Mit Anthony Hopkins und Helen Mirren ist diese Sicht auf "Psycho" schon hochkarätig besetzt.

Großansicht Scarlett Johnasson wird bald Bekanntschaft mit Alfred Hitchcock machen (Foto: Kurt Krieger)

Scarlett Johnasson wird bald Bekanntschaft mit Alfred Hitchcock machen (Foto: Kurt Krieger)

Scarlett Johansson ist neu mit an Bord des Films "Alfred Hitchcock and the Making of Psycho" - sie wird die "Psycho"-Legende Janet Leigh spielen. Weiterhin hat James D'Arcy, zuletzt in Madonnas Film "W.E." zu sehen, für die Rolle von Anthony Perkins alias Norman Bates unterschrieben.

Der Film bezieht sich auf den gleichnamigen Roman von Stephen Rebellos und dreht sich um Hitchcocks berühmtestes Werk "Psycho". Das Buch zeigt, wie Hitchcock den Klassiker entwickelte und thematisiert die Schwierigkeiten, auf die der Regisseur damals mit diesem Film bei den Studio stieß.

Keiner wollte so recht an den bösartigen Horrortrip glauben und so stemmte Hitchcock "Psycho" schließlich mit nur 800.000 Dollar Budget. Im Kino wurde das anfänglich beschimpfte Werk dann ein Hit, der Rest ist Geschichte.

Scarlett Johansson trifft auf Norman Bates

Darüber hinaus beschäftigt sich das Projekt mit Hitchcocks Ehefrau, Mitarbeiterin und engster Vertrauter Alma Reville, die von Helen Mirren gespielt wird. Den Meister selbst gibt, ganz angemessen, Hollywoodikone Anthony Hopkins.

Regie führt Sacha Gervasi, der noch recht unerfahren im Geschäft ist und bisher vorwiegend Drehbücher schrieb. Auf sein Konto geht bis jetzt nur der Film "Anvil - Die Geschichte einer Freundschaft", eine Musikdoku über die gleichnamige Heavy Metal-Band.

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