Sie spielte fast immer die rätselhafte, geheimnisvolle zarte Schöne, die mit suggestiv-sehnsuchtsvollem Blick und sparsamster Andeutung von... - Foto: http://images.kino.de/flbilder/max03/bf03/bf06/b0306142/b150x150.jpg Anouk Aimée

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Anouk Aimée


  • Geburtstag
    27.04.1932

Sie spielte fast immer die rätselhafte, geheimnisvolle zarte Schöne, die mit suggestiv-sehnsuchtsvollem Blick und sparsamster Andeutung von Gefühlen fasziniert. Ob sie sich nach einem Wendepunkt im Leben umsah, wurde durch ihre Undurchsichtigkeit, die sie in späteren Filmen als Dame von Welt noch kultivierte, nie voll aufgelöst. Anouk Aimée, geboren 1932 als Francoise Sorya in Paris, war Tänzerin und mit 14 Jahren erstmals auf der Bühne, wurde 1947 für den Film entdeckt und war nach dem Erfolg von "Die Liebenden von Verona" auf romantische Rollen festgelegt. Erst ein Jahrzehnt später gelang es Federico Fellini mit "Das süße Leben" und "8 1/2" und Jacques Demy mit "Lola, das Mädchen aus dem Hafen", Aimées Typus Kraft und Stärke zu verleihen und den Rollencharakter bis ins Arrogante hinein zu variieren. Ihren größten Erfolg erzielte sie an der Seite von Jean-Louis Trintignant in "Ein Mann und eine Frau" von Claude Lelouch, der Aimée zum internationalen Star machte. Sie blieb jedoch der Filmindustrie gegenüber distanziert und dosierte ihre Auftritte, trat vorzugsweise in Autorenfilmen (Bernardo Bertoluccis "Die Tragödie eines lächerlichen Mannes") auf und erhielt für Marco Bellocchios "Der Sprung ins Leere" als sinnkriselnde Großbürgerin den Darstellerpreis in Cannes. In Robert Altmans Mode- und Medien-Satire "Prêt-à-Porter" war sie 1994 die Modeschöpferin, deren Kollektion gestohlen wird und die als Höhepunkt des Films stattdessen ihre Mannequins vollkommen nackt auf dem Laufsteg präsentiert.

  • Geburtstag
    27.04.1932
  • Geburtsland
    Frankreich

"Cold Mountain" bringt Topstars zur Berlinale

Von 5. bis 15. Februar werden sich Stars, Sternchen und Filmfans wieder durch die kalten Straßen Berlins kämpfen - und sich von den Filmhighlights des Festivals das Herz wärmen lassen.

Großansicht Nicole Kidman ist fast schon Dauergast in Berlin (Foto: Kurt Krieger)

Nicole Kidman ist fast schon Dauergast in Berlin (Foto: Kurt Krieger)

Denn die 54. Berlinale wird heiß - und das liegt nicht nur am Thema "Lateinamerika", das Festivalleiter Dieter Kosslick als einen der diesjährigen inhaltlichen Schwerpunkte gesetzt hat. Der Hauptgrund für steigende Temperaturen bei Filmfreunden ist die Auswahl der Beiträge.

So kämpfen mit dem Ehekammerspiel "Die Nacht singt ihre Lieder" und dem Einwandererdrama "Gegen die Wand" gleich zwei deutsche Filme im Wettbewerb um den Goldenen Bären für den besten Film. Da heißt es Daumen drücken, dass die Werke von Romuald Karmakar und Fatih Akin vor der Jury unter der Leitung von Präsidentin Frances McDormand bestehen können. In der Nebenreihe "Panorama" läuft dazu "Was nützt die Liebe in Gedanken" mit den heimischen Jungstars Daniel Brühl und August Diehl.

Internationale Spitzenklasse

Aber auch Hollywood ist dieses Jahr wieder stark in Berlin vertreten. Mit "Unterwegs nach Cold Mountain" eröffnet nach dem letztjährigen "Chicago" wieder ein heißer Oscar-Anwärter das Festival - wenn auch außer Konkurrenz. Hauptdarstellerin Nicole Kidman, die im letzten Jahr für "The Hours" zusammen mit Meryl Streep und Julianne Moore den Goldenen Bären als Darstellerin gewann, hat ihren Besuch fest zugesagt und ist damit schon Dauergast in der Hauptstadt.

Doch auch im offiziellen Wettbewerb gibt es US-Hochkaräter zu sehen, so zum Beispiel das Westernepos "The Missing" mit Tommy Lee Jones und "Herr der Ringe"-Star Cate Blanchett. Bemerkenswert auch der Beitrag "Monster" von Patty Jenkins: Für ihre Rolle der 2002 hingerichteten mehrfachen Mörderin Aileen Wuornos gilt Hauptdarstellerin Charlize Theron dieses Jahr als Oscar-Favoritin.

Außer Konkurrenz läuft die Jack Nicholson-Komödie "Was das Herz begehrt", in der auch Jury-Präsidentin McDormand zu sehen ist. Nicholson hat überdies ebenfalls sein Erscheinen in Berlin angekündigt.

Weitere Filmhighlights bieten die Nebenreihen "Panorama", "Forum", "Perspektive Deutsches Kino", "German Cinema", das Kinderfilmfest, die Retrospektive "New Hollywood", der Kurzfilmwettbewerb und die Hommage an Anouk Aimée.

Besonders freut sich das Berlinale-Publikum natürlich auf die prominenten Stargäste. Neben den erwähnten Jack Nicholson und Nicole Kidman haben dieses Jahr bereits ihren Besuch angekündigt: Robin Williams, Juliette Binoche, Nick Nolte, Woody Harrelson, Jennifer Jason Leigh, Sandrine Bonnaire, Bud Spencer, Chantal Akerman, Peter Greenaway, Ken Loach und Eric Rohmer.

Erstmals gibt es für Filmfans die Chance, Kino-Karten im Berlinale-Palast zu erwerben: Ist eine Vorstellung dreißig Minuten vor Beginn noch nicht ausverkauft, sind Last-Minute-Tickets erhältlich - zum halben Preis!

Alles zu den 54. Filmfestspielen Berlin finden Sie tagesaktuell in unserem großen Berlinale-Special.


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