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Anno Saul


  • Geburtsort
    Bonn

Das Thema des Erwachsenwerdens findet sich in vielen Arbeiten des Spielfilm- und TV-Regisseurs und Autors Anno Saul, der sowohl mit bekannten Stars und Namen wie Til Schweiger, Martina Gedeck, Jürgen Vogel, Anja Kling und Alexandra Maria Lara als auch jungen, teils von ihm entdeckten Talenten vorzügliche Schauspielerfilme inszeniert.

Sauls Spielfilmdebüt "Grüne Wüste" (1999) erzählt von zwei Jugendlichen, die sich im Odenwald eine Traumwelt zaubern, um desolaten Familienverhältnissen zu entgehen. Als Johann (Robert Gwisdek) an Leukämie erkrankt, wird die Freundschaft zu Katja (Tatjana Trieb, "Jenseits der Stille") harten Belastungen ausgesetzt. Dem stillen Drama entgegengesetzt ist Sauls Komödie "Kebab Connection" (2004), die ausgelassen den Weg des Hamburger Türken Ibo (Denis Moschitto) verfolgt, der den ersten deutschen Kung-Fu-Film drehen will und durch die Schwangerschaft von Freundin Titzi (Nora Tschirner) erst mal aus der Bahn geworfen wird. Wieder andere Bahnen fährt die Dramödie "Special" (2006), in der Til Schweiger sich als behinderter Basketballspieler ausgibt.

Anno Saul wurde 1963 in Bonn geboren und studierte Philosophie in München, bevor er sich von 1985 bis 1990 an der dortigen Hochschule für Fernsehen und Film im Fachbereich Spielfilm ausbilden ließ. 1987 entstand sein erstes Fernsehspiel "Entführung für Anfänger". Es folgten u.a. die Fernsehspiele "Alte Liebe - alte Sünde" (Sophie von Kessel als Kirchenrestauratorin in Westfalen), "Blind Date" (Komödie um eine allein erziehende Mutter), "Zur Zeit zu zweit" (Komödie um eine verliebte Journalistin) und "Die Novizin" (Jura-Studentin geht ins Kloster). Saul inszeniert außerdem Videoclips, Dokumentar- und Werbefilme.

  • Geburtsort
    Bonn

"Die Amis hatten Angst vor dem Thema"

Mit "Kebab Connection" hat Regisseur Anno Saul sein Talent für Komödien bereits unter Beweis gestellt. Mit "Wo ist Fred?" lässt der Filmemacher nun eine herrliche Screwballkomödie mit Til Schweiger in der Hauptrolle auf das deutsche Kinopublikum los.

Großansicht Haben die Lacher auf ihrer Seite: Christoph Maria Herbst, Jürgen Vogel und Til Schweiger (Foto: Senator)

Haben die Lacher auf ihrer Seite: Christoph Maria Herbst, Jürgen Vogel und Til Schweiger (Foto: Senator)

» Warum "Wo ist Fred?"? Was hat Sie am Drehbuch gereizt?

ANNO SAUL: Ich hatte mich mit "Kebab Connection" schon an einer richtigen deutschen Komödie versucht und fand, dass ich an der Schraube noch weiter drehen sollte.

Ich hatte keine Lust auf so eine romantische Komödie, wo man schmunzelt, ab und zu auch mal lacht und sich 15 Tränchen verdrückt. Ich wollte mehr in Richtung "Verrückt nach Mary". Ein bisschen Romantik ist okay, aber ich wollte, dass man so richtig volle Möhre ablacht. Das war mir ganz wichtig. Und dann kam "Wo ist Fred?". Ich fand das Buch extrem gut und wollte den Film machen.

Großansicht Regisseur Anno Saul hoch konzentriert am Set von "Wo ist Fred?" (Foto: Senator)

Regisseur Anno Saul hoch konzentriert am Set von "Wo ist Fred?" (Foto: Senator)

» Hatten Sie gleich bestimmte Schauspieler im Kopf?

Da ich relativ kurzfristig dazugekommen bin, standen Til Schweiger und Alexandra Maria Lara schon fest. Jürgen Vogel wollte ich dann wahnsinnig gerne haben und auch Christoph Maria Herbst.

Womit ich Schwierigkeiten hatte, war die Rolle von Mara, der Freundin von Fred. Sie ist eine totale Kratzbürste und sie musste schon - ich sag jetzt mal ganz blöd - beeindruckende primäre Geschlechtsmerkmale haben, damit man versteht, warum Fred mit ihr zusammen ist. Da gab es dann schließlich noch einmal einen Wechsel in der Besetzung. Das war heikel, aber ich glaube, es hat sich gelohnt.


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