Anja Kling

Anja Kling

Leben & Werk

Die Schauspielerin Anja Kling hat seit Beginn der 1990er-Jahre in den unterschiedlichsten Rollen ihre Vielseitigkeit bewiesen. Die ehemalige Nachwuchs-Moderatorin des DDR-Fernsehens zeigte ihr Können in Charakterrollen ebenso wie in Komödien und wurde zur festen Größe in der deutschen Fernseh- und Kinolandschaft.

Geboren wurde Anja Kling am 22. März 1970 in der Nähe von Potsdam. 1989 gab sie in der DDR-Komödie “Grüne Hochzeit” unter der Regie von Hermann Zschoche ihr Leinwanddebüt. Nach der Wende schaffte sie mit der Hauptrolle in der TV-Serie “Hagedorns Tochter” an der Seite von Hansjörg Felmy ihren endgültigen Durchbruch und spielte seitdem zahlreiche Rollen. Im Fernsehen war sie unter anderem in Dieter Wedels Mehrteiler “Die Affäre Semmeling“, Matti Geschonneks “Liebe Schwester”, Manfred Stelzers Komödie “Irren ist sexy” oder Martin Eiglers “Allein gegen die Angst” zu sehen. Zu ihren bekanntesten Kinofilmen zählen “Die Sturzflieger” (1995), “September” unter der Regie von Max Färberböck oder auch Bully Herbigs “(T)Raumschiff Surprise – Periode 1“.

In “Wo ist Fred?”, der außerordentlich komischen Screwball-Komödie des Regisseurs Anno Saul mit erstklassiger Besetzung (Til Schweiger, Jürgen Vogel, Alexandra Maria Lara), verstrickte sich 2006 der Bauarbeiter Fred in ein Meer von Lügen, um seine Angebetete (Kling) endlich zu Annahme seines Heiratsantrags zu bewegen. 2007 war sie in den beiden Fernsehfilmen “Die Frau aus dem Meer” und “Küss mich, Genosse!” sowie in zwei Tatortfilmen auf der Besetzungsliste: Als Julia Jansen in “Schleichendes Gift” und in der Rolle der Franka Hecker in “Direkt ins Herz” von Regisseur Wolfgang Panzer (“Broken Silence”). Kling arbeitete als Synchronsprecherin in “Das doppelte Lottchen” und spielte 2008 in der Komödie “Verrückt nach Emma” die Titelrolle: Als Kleptomanin Emma ist sie die Klientin des Bewährungshelfers Franz Berger (Armin Rhode), der sich Hals über Kopf in die personifizierte Chaotin verliebt.

Die gebürtige Potsdamerin wurde für ihre Arbeit mehrfach ausgezeichnet. 1995 erhielt sie die Goldene Kamera als beste Nachwuchsschauspielerin, drei Jahre später die Goldene Nymphe und den Kritikerpreis der Journalisten in Monte Carlo. Ihre Rolle in “(T)Raumschiff Surprise” wurde mit dem Deutschen Comedypreis 2004 belohnt. Anja Kling wohnt mit ihrem Lebensgefährten, dem Aufnahmeleiter Jens Solf, und den Kindern Tano und Alea in Wilhelmshorst bei Brandenburg.

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