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Im Interview

"Ich wollte nackt und dreckig sein"
Paparazzi jagen Angelina Jolie um die ganze Welt. Doch die hat wesentlich Besseres zu tun, als sich darum zu kümmern - zum Beispiel ganze Dörfer aufzubauen. Gelegentlich dreht sie auch noch Filme - zum Beispiel "Beowulf".
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Rebellin für den guten Zweck: Angelina Jolie (Foto: Kurt Krieger) |
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» Sie zeigen sich ja in "Die Legende von Beowulf" so freizügig wie kaum jemals zuvor ...

ANGELINA JOLIE: Nun ja, während meiner Schwangerschaft fühlte ich mich sehr, sehr mütterlich, und da dachte ich, es wäre ein guter Gegenpol, wenn ich mal wieder so richtig nackt, dreckig und gewalttätig werde. Aber davon abgesehen ist ja auch alles nur digital.

» Hatten Sie nach den "Tomb Raider"-Filmen nicht von großen Blockbustern genug?

Ich werde sicherlich bis auf Weiteres keine Filme drehen, die mich Monate lang von meiner Familie fernhalten. Bei "Die Legende von Beowulf" war ich ja nur im Studio. Aber als Botschafterin für das Flüchtlingshilfswerk der UNO komme ich auf der ganzen Welt herum, und überall sind die Kinder begeistert, mich zu sehen, weil sie "Tomb Raider" kennen. Deshalb ist es für mich wichtig, auch solche Blockbuster zu machen. Vor wenigen Monaten erst habe ich den Dreh zu dem Science-Fiction-Actionfilm "Wanted" beendet. Den habe ich allerdings vor allem deshalb gedreht, weil Timur Bekmambetov, der Regisseur, einer der interessantesten Männer war, die ich je kennengelernt habe.

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Am Set von "Mr. & Mrs. Smith" lernte Angelina Jolie ihren Lebenspartner Brad Pitt kennen (Foto: Kinowelt) |
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» Was für Filme finden Sie denn so interessant?

Offen gestanden, ich schaue mir kaum noch etwas an. In erster Linie sehe ich bloß Kinderfilme. Ich bin auch ein wenig desillusioniert. Im Kino dreht sich alles immer mehr um das pure Geschäft. Wenn ich zum Beispiel Themen aus meiner Arbeit mit Flüchtlingen habe, die mir wirklich wichtig sind, dann mache ich lieber eine Dokumentation darüber.

» Was ist der Hauptschwerpunkt Ihrer humanitären Aktivitäten?

Momentan habe ich sehr viel mit dem Dorf in Kambodscha zu tun, das ich betreue. Wir arbeiten daran, es zu einem "Millennium Village" nach UNO-Standards auszubauen. Da muss eine Schule gebaut werden, die inzwischen so gut wie fertig ist. Wir brauchen eine Infrastruktur. Inzwischen haben wir auch Elefanten, die beim Transport helfen. Es läuft sehr gut. » weiter zu Seite 2 |
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