Sie ist in jeder Beziehung ein scharfes Kaliber: Angelina Jolie, Shooting Star des Jahres 2000 und Oscar-Preisträgerin für die beste Nebenrolle ("Durchgeknallt"), verewigte sich nicht erst mit ihrer menschgewordenen Ausgabe des sexy Supergirl und Cyber Babes Lara Croft in der Leinwandversion des Videospiels "Tomb Raider" (2001) und Sequel (2003) in den Annalen der Filmgeschichte.
An ihrer Seite als Lord Croft spielte ihr Vater Jon Voight, von dem sie neben der Begabung zweifellos ihren Schmollmund geerbt hat. "Lara Croft", als Trilogie konzipiert, wurde teilweise in Kambodscha (erstmals wieder seit 1964, als "Lord Jim" entstand) gedreht.
Angelina Jolie wurde 1975 in Los Angeles geboren und lernte ihren Beruf am berühmten Lee Strasberg Institute in New York, trat in Musikvideos und in TV-Filmen auf, bevor sie als Mitglied der "Hackers" um Johnny Lee Miller bekannt wurde.
Ihren Partner Miller heiratete Jolie 1995, 1999 ließ sich das Paar wieder scheiden. In dem Ensemblefilm "Leben und Lieben in L.A." war Jolie eine der vier Töchter von Gena Rowland und verliebte sich in einer Disco in den aidskranken Ryan Philippe. Im Jahr ihres Oscar-Erfolges war sie als Assistentin von Denzel Washington in "Der Knochenjäger" auf der Jagd nach einem Serienkiller, in Mike Newells "Turbulenzen" die abgedrehte Frau eines Piloten im Tower, die von John Cusack verführt wird, und die Autodiebin in "Nur noch 60 Sekunden". In "Durchgeknallt" war sie die exaltierte Lisa, die mit ihren ständigen Ausbruchsversuchen das Personal einer psychiatrischen Klinik in Atem hält, sich mit der Neuen (Winona Ryder) anfreundet und mit ihr nach Florida fliehen will.
Wie Lisa, die das System der Anstalt durchschaut, bewegte sich Jolie privat lange Zeit ungehemmt in der Party- und Drogenszene und der Film- und Videowelt und war für ihre mangelnde Disziplin berüchtigt. Kein Wunder, dass man sie für die Rolle der sexy Amazone Lara Croft vertraglich verpflichtete, während der Dreharbeiten pünktlich um 23 Uhr im Bett zu liegen.
2002 trennte sich Angelina Jolie von ihrem zweiten Ehemann, dem Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor Billy Bob Thornton, der auch in "Turbulenzen" als ihr Gatte zu sehen war, nachdem beide immer wieder mit Aufsehen erregenden Details ihres filmreifen Beziehungslebens Schlagzeilen gemacht hatten. Gemeinsam adoptierte das Skandalpärchen 2002 einen kambodschanischen Jungen, der Jolie auch während der Dreharbeiten zu dem romantischen Kriegsdrama "Beyond Borders" nach Afrika begleitete.
In dem Animationsfilm "Große Haie - Kleine Fische" (2004), lieh Angelina Jolie einem sexy Fisch ihre Stimme. Nach dem Serienkiller-Thriller "Taking Lives" mit Ethan Hawke als Partner und unter der Regie von D. J. Caruso war sie als Mutter des Feldherrn "Alexander" in dem von Oliver Stone aufwändig umgesetzten Historienepos zu sehen.
Zusammen mit Brad Pitt spielte sie 2005 in "Mr. & Mrs. Smith" ein Ehepaar, das aus Langeweile zu Auftragskillern wird, die plötzlich aufeinander angesetzt werden. Kurz danach trennte sich Pitt von Langzeitlebensgefährtin Jennifer Aniston und gründete mit Jolie eine Familie.
Robert De Niros zweite Regiearbeit "Der gute Hirte" beschäftigte sich mit der Gründung der CIA: Als Senatorentochter Clover wird Jolie von Edward Wilson (Matt Damon) geehelicht, der seinen Karrierepflichten nachkommt und im europäischen Ausland eingesetzt wird.
"Die Legende von Beowulf" - ein Fantasyfilm im Motion Capture Verfahren - zeigte sie als Mutter des Monsters Grendel und in Michael Winterbottoms Drama "Ein mutiger Weg" war sie die schwangere Frau eines in Pakistan entführten und anschließend ermordeten Journalisten. Neben James McAvoy und Morgan Freeman stand sie in "Wanted", der gleichnamigen Filmversion von Mark Millars Comicroman, als Agentin Fox im Rampenlicht. In "Kung Fu Panda" arbeitete Jolie auch erneut als Synchronsprecherin.
In Clint Eastwoods Top-Drama "Der fremde Sohn" glänzte sie als Mutter, die ein nach einer Entführung von der Polizei angeblich zurückgebrachtes Kind nicht als ihren Sohn akzeptieren will. Im Agententhriller "Salt", der nach dem Ausstieg von Tom Cruise extra für eine weibliche Heldin umgeschrieben wurde, gerät sie zwischen die Fronten von CIA und russischem Geheimdienst.
In Florian Henckel von Donnersmarcks Hollywood-Debüt, dem Agententhriller "The Tourist", bringt sie nun als mysteriöse Elise Johnny Depp in Bedrängnis.
Angelina Jolie ist mittlerweile Mutter von sechs Kindern. Von ihrem Lebensgefährten Brad Pitt hat sie drei leibliche Kinder, ein Mädchen und ein im Juli 2008 geborenes Zwillingspärchen. Die älteren drei Kinder sind adoptiert.
Angelina Jolie und Sandra Bullock als Vorbild-Mütter geehrt
Dass sich Angelina Jolie nicht nur für ihre eigene Kinderschar aufopfernd einsetzt, ist weltweit bekannt. Doch auch andere namhafte Mütter zeigen selbstlosen Einsatz.
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Angelina Jolie ist eine ausgezeichnete Mutter (Foto: Kurt Krieger)
Ein amerikanisches Eltern-Magazin hat zehn Promi-Mütter ausgezeichnet, die neben ihrer erfolgreichen Karriere im Showbusiness und der eigenen Familie auch noch Zeit und finanzielle Mittel in karitative Projekte stecken. Allen voran steht natürlich Angelina Jolie, die mit ihren derzeit sechs Kindern immer noch genug Liebe übrig hat, um sie in ihre Tätigkeit als UN-Botschafterin zu investiert.
Aber auch Sandra Bullock wurde für ihren wohltätigen Einsatz für Katastrophenopfer gewürdigt. Unter anderem spendete sie 2009 eine beachtliche Summe, nachdem Hurrikan Katrina große Teile von New Orleans verwüstete - Heimat ihres zweijährigen Adoptivsohns Louis. Ebenso aktiv in Sachen Bildung für jedermann ist Jennifer Garner, die gerade erst Baby Nummer drei zur Welt brachte.
Prominente Wohltäterinnen
Unter den zehn selbstlosen Damen befanden sich außerdem Madonna für ihre Unterstützung im Ausbau des Bildungssystems in Malawim Gwen Stefani, Giselle Bündchen sowie Christy Turlington für ihre Hilfe für Kinder in Not und den Einsatz für den Tierschutz.