Er brachte mit Sean Connery und Kevin Costner Al Capone (Robert De Niro) in Brian de Palmas "The Untouchables" zur Strecke und übernahm im dritten Teil der "Paten"-Trilogie als Erbe Vincent Mancini (dafür eine "Oscar"-Nominierung) das Imperium der Corleones von seinem Gönner Al Pacino. Der Aufstieg in die Oberliga spiegelt ein wenig das Leben von Andy Garcia wider, der, 1956 als Andres Arturo Garcia-Menendez geboren, 1961 mit seinen Eltern aus Kuba floh und über Provinzbühnen und Theater zum Fernsehen gelangte, wo er kleine Rollen in der Serie "Hill Street Blues" spielte. Im Film seit 1983, fiel er als nervöser Drogenhändler in "8 Millionen Wege zu sterben" auf, was ihm die Rolle in "The Untouchables" einbrachte. Garcias ausnehmend gutes Aussehen, das auf den ersten Blick "smart & clever" erscheint, sollte nicht darüber hinwegtäuschen, wie diszipliniert und locker zugleich er schwierige darstellerische Balanceakte meistert und dass unter der Oberfläche scheinbar glatter Selbstgefälligkeit Unruhe und Gewalt lauern. Er lieferte sich als interner Ermittler einen gnadenlosen Kampf mit dem korrupten Cop Richard Gere in "Internal Affairs", er war der Penner, der an Stelle von Dustin Hoffman den Medienruhm in "Hero - Ein ganz normaler Held" einstreicht, und er war der hilflose Fliegergatte von Alkoholikerin Meg Ryan in "When a Man Loves a Woman". Eine Glanzleistung war sein von moralischen Skrupeln gepeinigter Ermittler der Staatsanwaltschaft in "Nacht über Manhattan", eine filmografische Rarität sein Dichter Federico Garcia Lorca in der spanischen Produktion "Lorca - Mord an der Freiheit". Andy Garcia führte 1993 die Regie des Dokumentarfilms "Cachao" über den kubanischen Bassisten Israel Lopez "Cachao", der als Miterfinder des Mambo gilt.
Steven Soderbergh engagierte Garcia ab 2001 für seine drei Ocean's -Filme. Als penibler Mafiosi Terry Benedict gibt er der Figur Persönlichkeit und versteht es mit winzigen Gesten gewaltige innere Gefühlskämpfe auszudrücken. Als FBI-Agent Gunther Butan in "Confidence", in Philip Kaufmans "Twisted - Der erste Verdacht" als Polizist Mike Delmarco an der Seite von Kollegin Jessica Shepard (Ashley Judd) oder in dem Independent-Film "The Lazarus Child", der um die Problem von Koma-Patienten und alternative Medizin handelt, zeigt sich sein Talent und seine enorme Vielseitigkeit. 2005 inszenierte er dann auch selbst einen Film. "The Lost City" spielt im Havanna der 1950er Jahre vor der kubanischen Revolution. Er produzierte und spielte den in die Wirren der Revolution geratenen Nachtclubbesitzer Fico Fellove. In "Smokin' Aces" erteilte er als Vorgesetzter Stanley Locke den FBI-Agenten Richard Messner (Ryan Reynolds) und Donald Carruthers (Ray Liotta) den diffizilen Auftrag, den Hauptzeugen "Aces" Israel zu beschützen.
Andy Garcia hat mit Ehefrau Marivi Lorido Garcia drei erwachsene Töchter und einen 2002 geborenen Sohn. Tochter Alessandra spielte in Garcias Regiedebüt "The Lost City" mit.
Garcia wettert gegen Che-Guevara-Shirts
Ernesto Rafael Guevara de la Serna, kurz Che Guevara, wurde als kubanischer Revolutionär und Volksheld gefeiert.
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Kein Che-Guevara-Sympathisant: Andy Garcia (Foto: UIP)
Noch heute laufen tausende von Menschen mit T-Shirts umher, auf denen das Porträt des berühmten Revoluzzers abgebildet ist. Eigentlich nichts Außergewöhnliches. Doch einem scheint offenbar das Motto-Shirt gehörig auf den Senkel zu gehen. Die Rede ist von "Ocean's Twelve"-Star Andy Garcia.
Garcia wettert vor allem gegen die Träger der T-Shirts. "Ich bin mir absolut sicher, dass die meisten nicht einmal den Namen, geschweige denn den Werdegang des kubanischen Freiheitskämpfers kennen, dessen Porträt sie da auf der Brust tragen. Jedes Mal wenn ich jemanden so ein T-Shirt tragen sehe, erinnert es mich an die grausame Zeit in Kuba", so Garcia.
Viva la Revolución!
Möglicherweise übertreibt der gute Herr Garcia ein wenig. Schließlich liegt es an jedem einzelnen, was er anzieht und was nicht. Genauso bleibt es selbstverständlich jedem selbst überlassen, was er von Che Guevara hält.