- Foto: Kurt Krieger http://images.kino.de/flbilder/max12/kuk12/kuk09/u1209053/b150x150.jpg Andrew Stanton
Alle Bilder
Andrew Stanton

"Ich muss immer Blockbuster liefern"

Pixar-Ikone Andrew Stanton legt nach "Findet Nemo" und "Wall-E" mit "John Carter - Zwischen zwei Welten" seinen ersten Liveaction-Film vor. Er spricht über die Unterschiede, die Herausforderungen und den Erfolgsdruck.

Großansicht Beim SciFi-Fantasy-Epos "John Carter" war alles riesig - auch der Druck auf "Findet Nemo"-Regisseur Andrew Stanton... (Foto: Walt Disney)

Beim SciFi-Fantasy-Epos "John Carter" war alles riesig - auch der Druck auf "Findet Nemo"-Regisseur Andrew Stanton... (Foto: Walt Disney)

Wie war die Erfahrung, erstmals Liveaction zu machen?
ANDREW STANTON: Die Arbeit an "John Carter - Zwischen zwei Welten" war ziemlich aufregend. Der größte Unterschied zwischen Animation und Liveaction war für mich die körperliche Ausdauer, die erforderlich ist. Viele Leute nehmen an, dass es die vielen Leute am Set sind. Darauf antworte ich, dass ich für meine Filme ja auch vorher nicht mit Computern, sondern mit über 200 Leuten geredet habe. Man führt die gleichen Gespräche, nur nicht alle zur gleichen Zeit, sondern über Stunden, Tage, manchmal Monate verteilt. An einem Liveaction-Set passiert alles auf einmal und es herrscht eine definitive Elektrizität und Unmittelbarkeit.

Wie gestaltete sich der Prozess, das Projekt vom Studio genehmigt zu bekommen?
Sie waren zwar sofort von der Idee begeistert, aber ich erhielt deswegen nicht sofort ein grünes Licht. Das ist intern bei Pixar nicht anders. Ich bin es gewohnt, ein oder zwei Jahre in Vorbereitung zu verbringen. Es geht in erster Linie darum, das Projekt auf den Prüfstand zu stellen und sicherzugehen, dass es würdig ist, als Film realisiert zu werden.

Gab es Bedenken vom Studio hinsichtlich der relativ unbekannten Besetzung?
Nein, das ist ein Klischee, das ich sogar erwartet hatte. Ich hatte fälschlicherweise angenommen, dass sie uns die Angelina Jolies und Brad Pitts dieser Welt aufdrängen würden. Ich war stets darauf gefasst, doch es ist nie passiert. Ich wollte Protagonisten, die noch nicht mit anderen Projekten assoziiert werden. Ich liebe die Idee, Darsteller zu sehen, die ich noch nicht genau kenne.

Sie müssen einem großen Erfolgsdruck ausgesetzt sein.
Inzwischen fühle ich mich wieder etwas relaxt. Aber ja, es ist eine riesige Belastung, und das war schon immer so. Ich habe von Anfang an an Filmen im Blockbuster-Format gearbeitet, die ein Hit werden mussten. Ich bin diesen Druck gewohnt und kenne es gar nicht anders.

Dies ist das höchste Budget, das Ihnen bislang zur Verfügung stand.
Ja, aber das Budget war mir nie wichtig. Ich frage nie nach, was etwas kostet - das ist Sache der Produzenten. Mir wird entweder gesagt, ich kann etwas machen oder nicht. Dann argumentiere ich und bitte, dass die Gelder anders verteilt werden. Es hilft mir nicht, über die Kosten Bescheid zu wissen. Mein Job ist es, dass die Leute sehen wollen, was auf der Leinwand ist. Erst ganz am Schluss erfahre ich, wie viel ausgegeben worden ist. Ich finde es faszinierend, dass dies eine so interessante Frage für Leute ist. Mir ist es völlig egal, was ein Film gekostet hat, den ich mir ansehe. Außer wenn ich voller Schadenfreude wäre und jemanden scheitern sehe möchte. Es interessiert mich nicht, ob die Filme, die bei mir im Regal stehen, allesamt Flops sind. Mir geht es nur darum, ob die Leute meine Filme auch noch in zehn Jahren sehen wollen.

Bilder zu "John Carter - Zwischen zwei Welten"

Fotos ansehen


Filmografie
Treffpunkt Kino
Treffpunkt Kino

Jetzt neu
Deutschlands größtes Kinomagazin können Sie ab sofort auch online erleben. In der aktuellen Ausgabe: Alles über J.J. Abrams' "Star Trek: Into Darkness" und die weiteren Kinohits des Monats.

News zum Star