Anfangs als jungendliche Naive vom Dienst eingesetzt und von Steven Spielberg mit der Rolle der Krankenschwester Brenda betreut, die Leonardo Di Caprio in der Hochstaplerkomödie "Catch Me If You Can" (2002) verführt, konnte Amy Adams mit ihrer Oscar nominierten Darstellung der hochschwangeren Ashley in der Indie-Komödie "Junikäfer" (2005) erstmals beweisen, dass sie auch andere Rollen drauf hat und strich die erste Oscar-Nominierung ein, für das Boxer-Drama "The Fighter" an der Seite von Mark Wahlberg gab's die zweite.
Die bezaubernde Schauspielerin mit den hellroten Haaren und der Stupsnase landete als Prinzessin Giselle, die im Fantasymärchen "Verwünscht" aus einem Cartoon ins reale New York gezaubert wird, tanzt, strahlt und sich in Patrick Dempsey verliebt, den Disney-Thanksgiving-Hit 2007 und "Pretty Woman"-Star-Status. 2008 ist Adams an der Seite von Tom Hanks und Julia Roberts in Mike Nichols' Politsatire "Der Krieg des Charlie Wilson" zu sehen.
Amy Lou Adams wurde 1974 auf dem US-Luftwaffenstützpunkt in Vicenza, Provinz Venezia, in Italien als Tochter eines Soldaten geboren. Der zog mit seiner mormonischen Großfamilie nach Castle Rock, Colorado, wo Amy mit sieben Brüdern aufwuchs. Während der Vater sich als Autor von Theaterstücken versuchte, arbeitete Adams nach Abschluss der High School als Kellnerin und spielte in den Stücken, die im "Denver Dinner Theatre" während der Restaurantmahlzeiten aufgeführt wurden.
Auf Bühnen in Colorado vorrangig in Musicals zu sehen, debütierte sie 1999 im Kino in der High-School-Satire "Gnadenlos schön" als unbedarfter Cheerleader an der Seite von Denise Richards und Kirsten Dunst. Filmpartnerin Kristie Alley riet ihr, nach Los Angeles zu ziehen, wo Adams Pech im TV-Business hatte: Die Serie "Manchester Prep", gedacht als Prequel zum Erfolgsfilm "Eiskalte Engel" und mit Adams in der Rolle von Sarah Michelle Gellar, wurde nach drei Folgen gestoppt, das Material als "Eiskalte Engel 2" direkt auf Video vermarktet. Die Arztserie "Dr. Vegas" (2002, mit Rob Lowe) wurde nach einem Jahr eingestellt.
Adams blieb dem TV mit Gastauftritten in "West Wing", "Smallville", "Buffy" und "The Office" verbunden, spielte Nebenrollen in der Komödie "Mann umständehalber abzugeben" (2001), betrog ihren Freund in "The Last Run" (2004), heiratete in London in "Standing Still" (2004) und wurde als "hübsches Mädchen" in "Tenacious D - Kings of Rock" (2005, mit Jack Black) geführt. Im Indie-Film "Interstate 60" (2004) gehört sie zu den Menschen, denen James Marsden (Prinz in "Verwünscht") auf seiner Highway-Odyssee begegnet. Im Animationsfilm "Underdog" (2007) spricht sie Reporterin Polly.
Amy Adams schwärmte 2007 freimütig über die Kusskünste ihrer Partner Will Ferrell in der Nascar-Redneck-Komödie "Ricky Bobby - König der Rennfahrer" (2005) und Patrick Dempsey ("Grey's Anatomy") in "Verwünscht".
Für die Rolle der kindlich neurotischen, hyperaktiven Ashley in "Junikäfer" wurde Amy Adams 2005 für den Oscar nominiert und mit sechs Preisen ausgezeichnet, unter anderem dem Spezialpreis des Sundance Film Festival und dem Independent Spirit Award.
Die Presse nahm sie in den Rang einer "Indie Queen" auf und behauptete sich in der Politsatire "Der Krieg des Charlie Wilson" sogar neben den Superstars Tom Hanks und Julia Roberts. Danach spielte sie gleich zweimal neben der großen Meryl Streep, einmal als Nonne im Drama "Glaubensfrage", dann als leidenschaftliche Köchin in der Brodelkomödie "Julie und Julia". In der Liebeskomödie "Verlobung auf Umwegen" muss sie sich nun zwischen ihrem geleckten Verlobten und einem irischen Naturburschen entscheiden.
Als Tatort-Putze glänzte sie im intelligenten Drama "Sunshine Cleaning" und gab in der Jack-Kerouac-Verfilmung "On the Road" die freigeistige Frau eines Drogenpapstes. Leichter Unterhaltung á la "Verwünscht" lieferte sie als Eye-Candy im ersten Muppets-Film, um nun mit "The Master" wieder zum großen Drama zurückzukehren: Im inoffiziellen Scientology-Film von Indie-King Paul Thomas Anderson ("Sideways", "There Will Be Blood") spielt sie die Frau des dominanten Sekten-Meisters und zieht dabei im Geheimen die Strippen.
Privat schwärmt die für ihren Humor gerühmte Amy Adams für Heidi Klum und Regisseur Alexander Payne ("Sideways", "About Schmidt").
"Superman": Erstes Bild von Amy Adams als Lois Lane Sie hält ihm immer vor Augen, wofür er kämpft…
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Amy Adams als Lois Lane in "Man of Steel" (Foto: Warner)
Lois Lane war für Superman schon immer mehr als die Kollegin in seinem Büro-Job. Schön, klug und durchsetzungsstark stand sie für alles, was in Metropolis schützenswert ist - ganz abgesehen davon, dass sie das Herz in der Brust der Stählernen höher schlagen ließ. Dass es dazu auch in Zack Snyders Neustart der Comic-Filmreihe allen Grund gibt, beweist nun das erste offizielle Bild von Amy Adams als Lois.
Allerdings wird die oscarnominierte ("The Fighter") Schauspielerin der Figur eine ganz neue Tiefe verleihen. Denn Regisseur Zack Snyder zeigt in "Man of Steel" keinen klassischen Comic-Helden, sondern eine realistische Figur, ganz ähnlich wie Christopher Nolan in "Batman Begins".
So wird sich der Kryptonier Kal-El, wie Superman auf seinem Heimatplaneten heißt, vor allem als gestrandeter Außerirdischer auf einer fremden Welt fühlen - heimatlos, unsicher in seiner Identität und dem Sinn seiner Existenz.
Powerfrau für den SuperheldenEntsprechend wird auch Lois Lane nicht als überkandidelte Bürozicke präsentiert, sondern als vielschichtige, beruflich erfolgreiche Frau, die sich von Clarks Maskerade nicht so leicht täuschen lässt.
Welche Dynamik sich aus diesem Ansatz im täglichen Umgang beim Daily Planet für Lois und Clark ergibt, das bekommen Fans ab 20. Juni zu sehen. Denn dann fliegt "Tudors"-Star Henry Cavill als "Man of Steel" durch die deuschen Kinos.