Deutscher Schauspieler. Er hatte als bekannter Unbekannter fast 50 TV-Rollen und Spielfilmarbeiten hinter sich, als ihm Regisseur Robert Dornhelm... - Foto: ZDF/Boris Laewen http://images.kino.de/flbilder/max10/auto10/auto43/10430404/b150x150.jpg Alexander Beyer

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Alexander Beyer


  • Geburtstag
    24.06.1973
  • Geburtsort
    Erfurt

Deutscher Schauspieler. Er hatte als bekannter Unbekannter fast 50 TV-Rollen und Spielfilmarbeiten hinter sich, als ihm Regisseur Robert Dornhelm 2007 eine der drei Hauptrollen in der internationalen vierteiligen TV-Verfilmung von Leo Tolstoys Romanepos "Krieg und Frieden" anvertraute. Alexander Beyer meisterte die in der Kinofassung 1956 von Henry Fonda gespielte Rolle des idealistischen russischen Grafen Pierre Besuchov, der die Napoleonischen Kriege erlebt, mit Bravour. Internationale Erfahrung hatte Beyer zuvor nur in Steven Spielbergs Terroristen-Drama "München" (2005) als deutscher Reporter sammeln können. Nach "Krieg und Frieden" ist Beyer in Alexander Buravskys Weltkrieg-II-Epos "Leningrad" neben Mira Sorvino, Gabriel Byrne und Armin Müller-Stahl zu sehen, und spielt in Spike Lees in Italien spielendem Kriegsfilm "The Miracle at St. Anna" (2008) einen deutschen Soldaten.

Alexander Beyer wurde dem deutschen Publikum als bester Freund des Träumers Micha (Alexander Scheer) in Leander Haußmanns Tragikomödie "Sonnenallee" (1999) bekannt. Seither hat er in mehreren Filmen, die die DDR, Ost-Berlin und Ostdeutschland thematisieren, mitgewirkt, so als Student Jochen, der sich in Ex-Terroristin Rita Vogt (Bibina Beglau) verliebt, in Volker Schlöndorffs "Die Stille nach dem Schuss" (2000), als Nachtportier in dem in Leipzig spielenden Drama "Das Monstrum" (2001) und als Rainer, der Daniel Brühls Filmschwester Maria Simon in Wolfgang Beckers Tragikomödie "Goodbye, Lenin!" (2003) schwängert.

Alexander Beyer wurde 1973 in Erfurt, Thüringen, als Sohn eines Geigenbauers geboren und studierte nach dem Abitur an der Schauspielschule Ernst Busch. Er brach sein Studium im zweiten Semester ab, arbeitete als Ausstatter und debütierte 1997 in der Rolle des Melders in Frank Beyers Version von "Der Hauptmann von Köpenick" (mit Harald Juhnke). Im Fernsehen war Beyer in Krimiserien wie der "Tatort"-Reihe (vier Folgen), "Die Männer vom K3", "Die Ermittler", "Wolffs Revier", "Die Cleveren", "Alarm für Cobra 11", "Der letzte Zeuge", "Doppelter Einsatz" und "Küstenwache" zu sehen und spielte in der "Schimanski"-Reihe in der Folge "Schimanski muss leiden" (2000) den Sohn von Christiane Hörbiger. In TV-Krimis spielt Beyer häufig unschuldige Mordverdächtige. In der Komödie "Die Hunde sind los" (2001, mit Barbara Valentin und Tilo Prückner) ist er der Freund von Anna Loos.

Im Kino gehörte Beyer zum Ensemble von Hans Steinbichlers Heimatfilm-Melodram "Hierankl" (2003), spielte den Freund der schwangeren Katharina Schüttler in "Sophiiie!" (2002), war in "Eierdiebe" (2001), "Halbe Miete" (2002), "Maria am Wasser" (2006/08) und Oskar Roehlers "Lulu und Jimi" (2008) dabei. Er beteiligte sich am vom Schauspieler Herbert Fritsch initiierten intermedialen Kunstprojekt um Shakespeares Hamlet im Film "hamlet-X" (2003) und spielte in den Kinder- und Jugendfilmen "Heinrich der Säger" (2000) und "Der Dolch des Batu Khan" (2005) sowie in einer Folge der Kinderserie "Siebenstein" (2005).

Alexander Beyer trat in einem TV-Werbespot für Wrigleys auf.

Er ist passionierter Bergsteiger, Alpinist und Skifahrer. Spitzname: A.B..

  • Geburtstag
    24.06.1973
  • Geburtsort
    Erfurt
  • Geburtsland
    DDR

Oscarrummel

Sonntagnacht - bzw. Montagmorgen - ist es endlich soweit. Die begehrteste, weil publicity-trächtigste Trophäe des Filmgeschäfts wird verliehen: Der Oscar.

Sonntagnacht ist Oscar-Nacht!

Sonntagnacht ist Oscar-Nacht!

Im Großen und Ganzen dürfte die Verleihung ablaufen, wie in den letzten Jahren. "Richtige" Skandale gab es schon lange nicht mehr. Den letzten vor genau 28 Jahren. Damals schaffte es ein Mann namens Bob Opel, komplett nackt vor den Linsen der Kameras vorbei zu huschen. Das Staunen war natürlich riesig bei allen Anwesenden, obwohl bestimmt keiner weggeschaut hat. Einen ähnlichen Skandal löste 1968 auch Barbra Streisand aus, als sie sich ihren Oscar für "Funny Girl" abholte. Sie trug einen transparenten Hosenanzug, der den Geist der wilden 60er widerspiegeln sollte. Schlimm, schlimm.

Ein weiteres wichtiges Thema sind auch immer die meist zu lange geratenen Dankesreden der Gewinner. Russell Crowe (nominiert für "A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn") hatte bei den Golden Globes schon vorgemacht, wie man sich zu verhalten hat, wenn der Verantwortliche beim Fernsehen die Schere walten lässt. Gar nicht nett war das von dem bereits oscargekrönten Schauspieler ("Gladiator"). Vor der Verleihung werden den Nominierten jetzt immer Eieruhren mit ins Hotel gegeben, die nach 45 Sekunden zu bimmeln anfangen. Zum Üben quasi. Dabei sollten sich die Stars einfach die Verleihung von 1971 anschauen. Jane Fonda ("Klute") hielt die wohl kürzeste Rede der Geschichte der Acadamy Awards. Nach einem einfachen "Danke" war sie auch schon wieder von der Bühne verschwunden. Auch eine Möglichkeit.

In diesem Jahr sind die erklärten Favoriten bei den Hauptdarstellern noch nicht so genau ausgemacht. Der Preis für den beste männlichen Schauspieler wird wohl an Russell Crowe für seine Rolle als John F. Nash in "A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn" gehen. Dessen sind sich die Experten schon ziemlich einig. Bei den Frauen gehen die Meinungen jedoch auseinander. Ganz nüchtern betrachtet, denken einige, dass mit Crowe schon ein Australier die Auszeichnung erhalten würde, was die Chancen Nicole Kidman ("Moulin Rouge") erheblich zurückkatapultiert. Auch sie ist vom Kontinent Down Under. Somit rückt eine Frau in den Vordergrund, die schon allein mit ihrer Nominierung eine Ausnahme darstellt. Halle Berry ("Monster's Ball") ist die erste Schwarze, die einen Oscar erhalten könnte. Im ehemals von Rassismus geplagten Amerika ein wahnsinniger Fortschritt...

Eine weitere Minderheit bei der Verleihung der Acadamy Awards stellen deutsche Darsteller dar. 1929 gewann der Schweizer Emil Jannings ("Tartüff") einen Oscar für seine Darstellung in "Sein letzter Befehl". Doch wichtig war ihm das nicht, er war bei der Verleihung nicht einmal anwesend. Anwärter auf die Statue war 1986 auch Klaus Maria Brandauer ("Jenseits von Afrika"), doch gewonnen hat er nicht. Ebenso wie Armin Mueller-Stahl ("Shine - Der Weg ins Licht"), der 1997 auf der Nominiertenliste stand. Allerdings ist die Sammlung Arnold Richters (der Mann mit den Arri-Kameras) erstaunlich umfangreich. Know How, das sich durchgesetzt hat eben.

In diesem Jahr können wir wieder die Daumen drücken, dass eine der drei Kilogramm schweren Goldstatuen in hiesige Künstlerhände gelangt. Am 15. Februar ging in unserer Redaktion eine wahnsinnig begeisterte E-Mail ein, in der mit den allerliebsten Grüßen Johannes und Alexander von ihrer Nominierung berichteten. Sie sind Anwärter auf den Oscar für den besten Kurzfilm. "Gregors größte Erfindung" ist das Werk von Johannes Kiefer, der damit sein 11 minütiges Regiedebüt ablieferte. In der Hauptrolle Alexander Beyer. Wir werden Sonntagnacht ganz fest an die beiden denken. Eine Auszeichnung könnte schließlich der Start einer großen Karriere sein. Wobei eben dieser Preis letztes Jahr an Regie-Kollegen Florian Gallenberger ging, für "Quiero Ser". Kurz: Wetten können noch abgeschlossen werden.

Foto: Offizielle Oscar-Website


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