Als "Der eiskalte Engel" in dem gleichnamigen stilbildenden Film noir von Jean-Pierre Melville ging der 1935 in Paris geborene Alain Delon in die... - Foto: http://images.kino.de/flbilder/max06/mbiz06/mbiz04/z0604652/b150x150.jpg Alain Delon

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Alain Delon


  • Geburtstag
    08.11.1935
  • Geburtsort
    Sceaux, Hauts-de-Seine

Als "Der eiskalte Engel" in dem gleichnamigen stilbildenden Film noir von Jean-Pierre Melville ging der 1935 in Paris geborene Alain Delon in die Filmgeschichte ein. Die strenge, distanzierte und ästhetisch überwältigende Studie eines zwischen seinen Auftraggebern und der Polizei aufgeriebenen Profikillers, der wie ein "Samourai" (Originaltitel) Harakiri begeht, legte für immer das Image Delons fest, der mit mimischem Minimalismus, eleganten und ritualisierten Bewegungen sowie einem Höchstmaß an Perfektion als Darsteller selbst ein Profi im Sinne Melvilles war. Delon schuf zu Beginn seiner Karriere die definitive Ausprägung von Patricia Highshmith's Mörder Tom Ripley ("Nur die Sonne war Zeuge") und spielte nie in einem Film der "Nouvelle Vague" wie sein Kollege Jean-Paul Belmondo, sondern stattdessen unter der Regie namhafter Regisseure wie Luchino Visconti ("Rocco und seine Brüder", "Der Leopard") und René Clement ("Halt mal die Bombe, Liebling"), später Melville ("Vier im roten Kreis", "Der Chef") und Joseph Losey ("Monsieur Klein"). Mit Belmondo war er drei Jahrzehnte Kassenmagnet des französischen Kinos, ihre Rivalität ist unterschwellig in dem von Delon produzierten und von beiden gespielten "Borsalino", einer komödiantischen Gangstergeschichte, präsent.

Delon schuf beeindruckende Studien des entfremdeten Menschen und spielte Killer, Kriminelle und Kommissare jeder Art. Die fünfjährige Verlobungszeit mit Romy Schneider löste ein ergiebiges Medieninteresse aus, ebenso wie 1968 die Ermordung des Leibwächters seiner damaligen Ehefrau Nathalie Delon während der Dreharbeiten zu "Der Swimmingpool". Seine zugegebenen Verbindungen zur Unterwelt, geschickte Finanzaktionen und Beteiligungen an Projekten der Rüstungsindustrie gehören zu den schillernden Seiten Delons, der sich auch als Sänger versuchte und zwei Mal Regie führte ("Rette deine Haut, Killer", "Der Kämpfer"). 1995 erhielt er für sein Lebenswerk den "Goldenen Bären" der Berlinale.

  • Geburtstag
    08.11.1935
  • Geburtsort
    Sceaux, Hauts-de-Seine
  • Geburtsland
    Frankreich

Star-Parade in Cannes

Im Kino mit den Stars: Nicht immer lockte nur das neueste aus dem Weltkino beim 63. Festival in Cannes die Massen an.

Großansicht Wenn Altmeister Visconti lockt, mischen sich sogar Superstars wie Benicio del Toro und Kate Beckinsale unters Volk (Foto: Kurt Krieger)

Wenn Altmeister Visconti lockt, mischen sich sogar Superstars wie Benicio del Toro und Kate Beckinsale unters Volk (Foto: Kurt Krieger)

Eines der Highlights, das sich auch einige Superstars nicht entgehen lassen wollten, war die Vorführung der von Martin Scorsese präsentierten, fantastisch restaurierten Fassung von Luchino Viscontis Meisterwerk "Der Leopard" von 1962.

Benicio Del Toro sitzt schon früh im vollen Kinosaal, plauderte entspannt mit seinen Fans, lässt sich fotografieren und gibt den Star zum Anfassen. Als ihm der Rummel dann doch zu viel wird, verzieht er sich in eine andere Reihe und wird schließlich von Kollegin Kate Beckinsale erlöst, die in diesem Jahr Jury-Mitglied war. Sie setzt sich neben ihn und die beiden stecken fortan die Köpfe zusammen.

Wenig später hat Salma Hayek, bildschön wie immer, ihren großen Auftritt, wird von den Fans mit Applaus begrüßt und fiebert sich, ebenso wie Juliette Binoche, durch die bildgewaltige drei Stunden-Fassung. Am Ende ließen sich die Darsteller von einst auf der Bühne feiern: Claudia Cardinale und ein sichtlich bewegter Alain Delon genossen das Bad in der Anerkennung des Publikums.

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Hollywood an der Côte D'Azur

Nur drei amerikanische Produktionen hatten es in diesem Jahr an die Croisette geschafft, zwei davon außer Konkurrenz. Auch wenn also kein Preisregen für die USA zu erwarten war: alle drei Filme boten ehrliches, unterhaltsames Kino.

Zum einen Ridley Scotts Eröffnungsfilm "Robin Hood", der seinem Star Russell Crowe die Gelegenheit gab, seinen Söhnen Charlie (6) und Tennyson (3) zu zeigen, wie Daddy im Blitzlichtgewitter eine gute Figur abgibt.

Zum anderen Oliver Stone, der die Sorgen der Menschen auf den Punkt brachte mit der Fortsetzung seines Klassikers von 1988.?In "Wall Street - Geld schläft nicht" macht Michael Douglas als aus dem Knast entlassener, ins Zentrum der Hochfinanz zurückkehrender Gordon Gekko zwar bisweilen den jungen, idealistischen Wall Street Banker Jake, den Shia LaBeouf gibt, schauspieltechnisch platt. Und auch wenn das Hollywood-Ending, bei dem Gecko doch noch so etwas wie Herz, Gefühl oder einfach nur Unrechtbewusstsein zeigt, zu mainstreamig ausfällt: Für beste Unterhaltung mit Message ist allemal gesorgt.

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Ebenso in Doug Limans "Fair Game", der einzigen US-Produktion im Rennen um die Goldene Palme. Intelligentes Spannungskino gelingt dem Regisseur von "Mr. & Mrs. Smith" mit dem mit Naomi Watts und Sean Penn prominent besetzten Politthriller nach dem realen Skandal um die Botschaftergattin Valerie Plame, die als CIA-Agentin enttarnt wurde. Auch ohne Palmwedel also ein faires Spiel, verlässliche Thrillerkost fürs Publikum!


Filmografie

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