Hol Dir jetzt die neue kino.de App   Deutschland geht ins kino.de

Al Pacino

Al Pacino

Leben & Werk

Wie Robert De Niro einer der amerikanischen Schauspieler mit teils beklemmend intensiven Rolleninterpretationen, wurde der 1940 in New York als Sohn italienischer Einwanderer geborene Al Pacino gleich mit seiner zweiten Filmrolle als hektischer, neurotischer und hyperkinetischer Drogendealer Bobby in “Panik in Needle Park” (1970) schlagartig berühmt.

Seinen Durchbruch erzielte er direkt danach als Sohn von Marlon Brando in “Der Pate” in einer gänzlich anders gestalteten Rolle: zurückhaltend, mysteriös, dabei im Hintergrund des Mafia-Clans wirkend und kühl, kalt strategisch operierend. Im zweiten Teil baut er die “Familie” weiter aus, schreckt dabei nicht vor Brudermord zurück, im dritten Teil verliert er das Imperium. Der Zeitraum umfasst 35 Jahre, in denen er sich äußerlich nur wenig verändert.

Pacinos Figuren sind getrieben, nervös und über die Maßen vital. Er hat als Gauner, Räuber (“Hundstage”) und Kleinkrimineller (“Carlito’s Way”) wie als großer Gangster (“Scarface”) und Mafioso Maßstäbe gesetzt. Seine Cops (“Serpico”, “Sea of Love“) sind gebrochene Gesetzeshüter, krisengeschüttelte Ehekrüppel und einsamkeitsanfällige Drifter, was in Michael Manns Meisterwerk “Heat” (1996) kulminiert, wo er seinen Gegenspieler Robert De Niro, mit dem er sich in einer Szene über sein verpfuschtes Leben unterhält, erschießt.

Mehrfach für den Oscar nominiert, gewann ihn Pacino für seinen sexhungrigen blinden Colonel in “Der Duft der Frauen” (1992), eine Rolle, die 1975 Vittorio Gassman in der italienischen Vorlage gespielt hatte. Dafür wurde er mit einigen Golden Globes geehrt, zuletzt 2004 für die mehrfach ausgezeichnete TV-Adaption von Tony Kushners berühmtem Theaterstück “Angels in America“. Mit seiner rauchigen Stimme war Pacino der ideale gestresste Football-Coach (“An jedem verdammten Sonntag“) oder Journalist und TV-Producer (“The Insider”), vom Teufel (in “Im Auftrag des Teufels”, 1997) ganz zu schweigen.

Pacino, der unter anderem Affären mit Diane Keaton hatte, widmet sich neben seiner Filmarbeit dem Theater, vor allem Shakespeares Welt, was er in “Looking for Richard” (1996) dokumentiert hat. Für Michael Radford stand er in der Shakespeare-Kinoadaption “Der Kaufmann von Venedig” als Shylock vor der Kamera.

Für Christopher Nolans Thriller “Insomnia” brillierte Pacino einmal mehr in der Rolle des korrupten Cops: Als von Schlaflosigkeit geplagter Detective Dormer erschießt er auf der Jagd nach einem Mörder versehentlich seinen Partner und wird vom gegen den Strich besetzten Robin Williams in ein verstörendes Katz- und Mausspiel verwickelt. Ein eben solches liefert sich Pacino als CIA-Ausbilder in “Der Einsatz” auch mit Colin Farrell, der als wissbegieriger Rekrut ein doppeltes Spiel seines Übervaters vermutet.

In “Two for the Money” leitet Pacino ein Beratungsunternehmen für Sportwetten und hat zunächst durch das Know-how eines ehemaligen Footballspieler großen Erfolg. Ebenfalls in beratender Funktion, aber diesmal für das FBI als Gerichtsgutachter, kämpft er in dem Thriller “88 Minutes” um seine schwindende Reputation. Perfekt für die Rolle des skrupellosen Casino-Besitzer Willy Bank hat ihn Steven Soderbergh für seine 2007 inszenierte Filmkomödie “Ocean’s Thirteen” gecastet, und im selben Jahr ehrte ihn das American Film Institute für sein Lebenswerk.

Al Pacino war bisher noch nicht verheiratet. Er hat drei Kinder: Die Tochter Julie Marie von der Schauspielerin Jan Tarrant und die 2001 geborenen Zwillinge Anton and Olivia von Beverly D’Angelo.

Bilder

News & Stories

Filme und Serien

Weitere anzeigen

Weitere Stars

Kommentare