Beiß mich, kratz mich, gib mir Tiernamen!
Eigentlich müsste Olivier Martinez der glücklichste Mensch der Welt sein. Von Männern wird der Freund von Kylie Minogue beneidet, von Frauen begehrt.
Auch Katja von Garnier, die deutsche Regie-Hoffnung in Hollywood, hat sich in die Schlange der Wartenden eingereiht. Mit Erfolg: Der Franzose dreht mit ihr die Coming-of-Age-Geschichte "Blood and Chocolate".
Die eigentliche Hauptrolle spielt allerdings die erst 19-jährige Newcomerin Agnes Bruckner: Der schüchterne Teenie aus "Mord nach Plan" mimt die jugendliche Freundin des sensiblen Frauenschwarms. Eigentlich die perfekte Romanze - wäre da nicht ein dunkles Geheimnis, das die zarte Liebelei schnell in ein animalisches Abenteuer umkehrt.
Denn des Nachts geraten die Hormone der Schülerin gehörig in Wallung: Sie mutiert zum Werwolf. Hin- und hergerissen zwischen der "normalen" Welt und ihrer tierischen Familienbande, versucht sie, einen Ausweg aus dem Dilemma zu finden.
Auch wenn der Plot nach einem 08/15-Werwolf-Movie klingt: "Blood and Chocolate" verspricht mehr. Die Romanvorlage ist eine poetisch erzählte Analyse jugendlicher Ängste. Und Katja von Garnier wird das Ganze sicher gewohnt feinfühlig in Szene setzen.
Darüber hinaus schreibt Sally Robinson am Drehbuch: Die glänzende Zusammenarbeit zwischen ihr und der "Bandits"-Regisseurin führte in den USA zu dem dreifach Golden-Globe-nominierten TV-Drama "Iron Jawed Angels". Anjelica Huston erhielt den Preis als beste Nebendarstellerin. Mal sehen, welche Leistungen die neuen Schützlinge erbringen werden.