Erst Held wider willen, nun Held in Pension.
Es klingt wie "Galaxy Quest Reloaded": Tim Allen, Star der Familienserie "Hör mal wer da hämmert", stürmte zum Millennium in jener köstlichen SF-Satire erfolgreich die Kinoleinwand - damals als Seriendarsteller á la Captain Kirk, der unverhofft im wirklichen Leben jener Weltenretter sein muss, den er sonst nur für die Kameras mimt.
Nun soll Allen in einer "neuen" SciFi-Comedy einen abgetakelten Superhelden spielen, der sich für einen letzten Einsatz noch einmal ins enge Spandex-Kostüm zwängt. Doch weil die Talente des einstigen Supermannes leicht eingerostet sind, heißt es erst mal "Zoom's Academy" besuchen.
Was erst mal nach einer witzigen Komödienidee klingt, dürfte in Hollywood allerdings auf einigen Gesichtern für tiefe Zornesfalten sorgen - und zwar im Hause Pixar: Die Macher von "Toy Story" und "Die Monster AG" bringen nämlich im Dezember ihre "Die Unglaublichen - The Incredibles" über eine Familie ehemaliger Superhelden ins Kino.
Für die Rechenkünstler wäre "Zoom's Academy" damit innerhalb kurzer Zeit der zweite Fall von auffallender Plot-Ähnlichkeit. Denn mit "Große Haie - kleine Fische" flutet in Kürze eine dreiste Kopie von "Findet Nemo" die Lichtspielhäuser.
Tim Allen wehrt solche Vorwürfe aber mit dem Hinweis ab, dass man für das neue Filmprojekt ausschließlich vom Comic-Buch "Zoom's Academy for the Super Gifted - Zooms Akademie für Menschen mit Superkräften" von Jason Lethcoe inspiriert worden sei.
Regie dabei führt übrigens Peter Hewitt, der uns kürzlich "Garfield" bescherte. Das Drehbuch stammt von Adam Rifkin ("Mäusejagd").
Damit dürfte Allens gemeinsames Projekt mit Produzent Mel Gibson erst mal auf Eis gelegt sein. In "Star Child" sollte er als unfähiger CIA-Agent einem gestrandeten Alien-Kind zurück in die Heimat helfen und dabei inmitten eines intergalaktischen Krieges landen. Das klang wie "E.T." meets "Galaxy Quest".
Scheint fast so, als sei der Heimwerker-König in punkto Filmideen nicht ganz so kreativ wie beim Motoren frisieren.