Hilfestellung
Wenn er eine Rolle spielt, dann mit vollem Einsatz.
Forest Whitaker machte sich schon mit Filmen wie "Platoon" und "Panic Room" einen Namen. Doch seine Darstellung des afrikanischen Despoten Idi Amin in "Der letzte König von Schottland" ist ein Höhepunkt in der Karriere des 45-Jährigen. Dementsprechend regent es gerade Preise für Whitaker. Doch der Familienvater hat große Probleme damit, sich gewandt für die Ehrungen zu bedanken.
Zuerst fiel dies auf, als Forest im Januar einen Golden Globe gewann: Der 1,89 Meter große Schauspieler war wie ein schüchterner Junge, brachte vor lauter Ergriffenheit keinen geraden Satz heraus und schaffte es nur mit Mühe, sich für den Preis zu bedanken. Ähnlich lief es bei den Screen Actors Guild Awards und den BAFTAs, und wenn er nichts dagegen unternimmt, wird der Oscar-Anwärter wohl auch bei den Academy Awards ins Mikrophon stammeln - so er denn in seiner Kategorie als bester Hauptdarsteller siegreich ist.
Das wollen die Rhetorik-Experten der Organisation Toastmasters International auf jeden Fall verhindern. Sie haben Whitaker angeboten, ihm beim Vorbereiten und eventuell auch Vortragen einer Oscar-Dankesrede zu helfen. "Der Schlüssel zu einer guten Ansprache sind Dankbarkeit, Anerkennung und Ernsthaftigkeit", weiß ein Sprecher der Vereinigung.
Ein Kollege des hochgelobten Schauspielers wird da schon konkreter: "Manchmal will ich Forest einfach nur sagen: 'Du musst jetzt nicht mehr von den Preisen überrascht sein!' Er hat schließlich schon fast alles gewonnen, was es gibt. Da kann man schon mal einen Redner-Spickzettel schreiben." Ob Whitaker diesen Rat berücksichtigt, wird sich möglicherweise am kommenden Wochenende herausstellen, wenn die Academy Awards in Los Angeles vergeben werden.
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