

Bescheidener Blick zur Seite - dabei ist Roland Emmerich doch Welterfolge nicht erst seit "2012" gewohnt. (Foto: Sony Pictures)
Auch Deutschland zelebriert das Ende der Welt: "2012" hat auf Anhieb die Kinocharts erobert. Der in 754 Kinos gestartete Film kam auf wenigstens 1,1 Mio. Zuschauer und ist damit der vierte Film von Roland Emmerich, der gleich nach dem Start ein Millionenpublikum erreichte.
Davor war Emmerich dieses Kunststück bereits mit "Independence Day", "Godzilla" und "The Day after Tomorrow" gelungen - der "Schwaben-Spielberg" scheint ein Abonnement auf Supererfolge zu haben. So etwas gelingt normalerweise nur Spielberg selbst oder Michael Bully Herbig. In den USA darf sich Roland Emmerich über einen satten Geldsegen freuen. Dort spülte sein "2012" allein an den ersten drei Tagen 65 Millionen Dollar in die Kinokassen und übernahm auch dort die Chartspitze. Seine schlechte Angewohnheit, das Weiße Haus in Trümmer zu legen, nimmt man ihn wohl kein bißchen krumm.
Roland Emmerich: "Ich kann Superhelden- und Fantasyfilme nicht leiden!"
Eigentlich wollte Roland Emmerich nach "2012" keinen Desaster-Film mehr machen: "Nie mehr! aber das ist das Problem: Wenn Du große, opulente Bilder machen willst, brauchst Du Superhelden, Agenten oder Fantasy. Das mag ich alles nicht. Bleiben Science Fiction und Katastrophen!" Aber der Erfolg von "2012" hat Roland Emmerich wohl selbst umgehauen - mittlerweile bringt er selbst zwei weitere Fortsetzungen von "Independence Day" ins Gespräch.
Emmerichs nächstes Projekt ist aber definitiv eine Nummer kleiner. Ab März dreht er "Anonymus" in Berlin: "Es geht um Shakespeare und den geheimen Autor seiner Stücke. Diese Geschichte will ich schon seit acht Jahren machen."