2012 ist es soweit
In Rekordzeit stemmt Roland Emmerich seinen Katastrophenfilm "2012". Dank nie gesehener digitaler Tricks soll seine Produktion das Genre revolutionieren.
Wenn Roland Emmerichs neuer Film im nächsten Herbst Premiere feiert, dann sollte sich der Filmemacher zuerst bei den Maya bedanken. Denn die mittelamerikanische Hochkultur schuf einen Kalender, der am 21. Dezember 2012 endet. Genau dieser Umstand inspirierte eine Unmenge von Weltuntergangsszenarien. "Wenn du in Google '2012' eingibst, dann bekommst du 240 Millionen Treffer", so der Regisseur. Und damit war die Idee für seinen Film geboren, der das ominöse Datum im Titel trägt.
Womöglich war die Griffigkeit dieser Idee einer der Gründe, warum der Entstehungsprozess von "2012" bislang so schnell und glatt lief wie bei kaum einer Hollywood-Produktion. Im Winter letzten Jahres setzten sich Emmerich und sein Koautor Harald Kloser zusammen, um ein Drehbuch zu schreiben, das sie nach Ende des Autorenstreiks auf den Markt bringen konnten. Das Grundkonzept hatten sie schon während der Produktion von "10.000 BC" diskutiert, und so brauchte die erste Fassung, die danach nicht mehr wesentlich verändert wurde, kaum 20 Tage.
Ein Schwabe in Hollywood: Roland Emmerich ist der Experte für's große Spektakel (Foto: Kurt Krieger)
"Manche Skripts schreiben sich so schnell, weil alles sofort funktioniert", so Emmerich. Das Studio, dem das Duo das Projekt präsentierte, sah das ähnlich. Schon am 21. Februar war man sich handelseinig geworden. Und das, obwohl Emmerich und Kloser anspruchsvolle Forderungen hatten: Die Interessenten mussten ein überzeugendes Marketingkonzept bieten; Emmerich wollte schnellstmöglich drehen, um den Film im Herbst 2009 in die Kinos bringen zu können. Und: Das geschätzte Budget belief sich auf 200 Millionen Dollar.
Doch für so viel Enthusiasmus gab es einleuchtende Gründe. Denn "2012" bietet ein episches Katastrophenszenario wie Emmerichs erfolgreichste Filme, "Day After Tomorrow" und "Independence Day", die weltweit 543 bzw. 817 Millionen Dollar eingespielt hatten. "Wir versuchen, einen Film zu schaffen, nach dem es eigentlich keine weiteren Katastrophenfilme mehr geben müsste", so Harald Kloser.
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