Dr. Aragorn
Für Komplexe hat "Inglourious Basterd"-Oscar-Abräumer Christoph Waltz keine Zeit. Die kuriert jetzt "Herr der Ringe"-König Viggo Mortensen
Christoph Waltz mit seinem "Inglourious Basterds"-Oscar. An seiner Dr. Freud-Rolle hat jetzt Viggo Mortensen ("Der Herr der Ringe") Freude (Foto: Kurt Krieger)
Als "Über Bingo" bezeichnete Christoph Waltz den Gewinn des Oscars für die beste männliche Nebenrolle. Es hatte ohnedies niemand wirklich Zweifel daran, dass er für seinen Part in Quentin Tarantinos blutigem Weltkriegsmärchen "Inglourious Basterds" von irgendwem ausgestochen werden konnte. Nur David Cronenberg hat dabei verloren, seinen männlichen Hauptdarsteller nämlich. Der Österreicher Christoph Waltz sollte nämlich in Cronenbergs "The Talking Cure" seinen Landsmann Dr. Sigmund Freud spielen. Jetzt läßt der randvolle Terminkalender des Oscargewinners das nicht mehr zu.
Anstatt die Grundlagen der Psychoanalyse zu entwickeln ist Christoph Waltz lieber selbst reif für die Couch: Er spielt einen Psycho in "Water for Elephants". Seinen Part als Dr. Freud übernimmt Viggo Mortensen. Der Star der "Der Herr der Ringe"-Trilogie vervollständigt damit die Besetzung von "The Talking Cure". Als Freuds Schüler Carl Jung ist bereits Michael Fassbender an Bord und das Mädel (und Patientin) zwischen beiden spielt "Fluch der Karibik"-Piratenbraut Keira Knightley.
Viggo Mortensen und David Cronenberg sind alte Bekannte: Der Mann, der als "Aragorn" zur Filmlegende wurde hat mit dem außergewöhnlichen Regisseur ("Die Fliege") bereits "A History of Violence" und "Tödliche Versprechen" gedreht. In "The Talking Cure" werden Konflikte erheblich friedlicher gelöst ...
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