D. Craig im Gespräch
In "Der Goldene Kompass" spielt Daniel Craig einen zwielichtigen Aristokraten und Wissenschaftler, der seine kleine Nichte bei sich aufnimmt - der Beginn eines magischen Abenteuers.
Daniel Craig als kühler Lord Asriel im Fantasymärchen "Der Goldene Kompass" (Foto: Warner)
» Viele Kritiker sprechen schon davon, dass "Der Goldene Kompass" anders ist als andere Fantasyfilme. Was denken Sie?
DANIEL CRAIG: Na, einer der grundlegendsten Unterschiede ist wohl die Tatsache, dass die Hauptperson in "Der Goldene Kompass" ein Mädchen ist, das auf eine große Reise geht und dabei erwachsen wird. Mich persönlich hat der moralische Aspekt am meisten fasziniert, es geht ja immer wieder darum, wie wir die Welt mit unseren Entscheidungen und Handlungen beeinflussen.
» Kannten Sie die Bücher vorher schon?
Ja, und ich bin ein Fan.
» Haben Sie für die nächsten zwei Filme schon unterschrieben?
Ich unterzeichne NICHTS! (lacht) Nein, noch nicht, aber wenn die Filme tatsächlich gedreht werden sollten, wäre ich sehr gern wieder dabei.
Craig am Set zu "Der Goldene Kompass" mit seiner jungen Kollegin Dakota Blue Richards und Regisseur Chris Weitz (Foto: Warner)
» Was hielten Sie denn von Lord Asriels Umgang mit Lyra?
Oh, er ist sehr streng und brüsk zu ihr, aber er hat ja Gründe. Er weiß, dass sich die Welt bald für immer verändern wird und möchte, dass sie vorbereitet ist und stärker wird.
» Was denken Sie über die anti-religiösen Aspekte der Geschichte?
Ich finde nicht, dass die Story anti-religiös ist, höchstens anti-totalitär.
» Geht es bei dem geheimnisvollen Staub ("Dust") in "Der Goldene Kompass", der ja an Erwachsenen in großen Mengen vorkommt, um die Erbsünde des Menschen?
Manche behaupten das, aber ich denke, es geht auch darum, dass man sich als Kind und junger Mensch ständig entwickelt und verändert - das zeigt sich ja auch in den wechselnden Gestalten der Dämonen. Die Einflüsse um einen herum bestimmen am Ende, ob man ein guter Mensch wird - das ist für mich die Botschaft.
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