Der Morgen kommt nie
Der Mann hat eine Schwäche für Kreaturen, die beim Durchschnittsmenschen für gesträubte Nackenhaare und kalte Schweißausbrüche sorgen: Sam Raimi wendet sich nach Spinnenmenschen nun blutsaugenden Nachtgeschöpfen zu.
Und wie bei "Spider-Man" liefert auch diesmal ein Comic die Vorlage: "30 Days of Night" ist eine dreiteilige Miniserie, deren ersten Band der Zeichenkünstler Steve Niles im Juni 2002 veröffentlich hat.
Die Story: In der Kleinstadt Barrow in Alaska ist ob der Nähe zum Polarkreis im Winter einen ganzen Monat lang Nacht. Das hat sich auch unter den Kreaturen der Finsternis herumgesprochen: Eine Horde Vampire fällt in Barrow ein und tyrannisiert die Bewohner - denn wo keine Sonne, da droht auch kein Zu-Staub-zerfallen, wenn man mal den Zapfenstreich verpasst hat und es nicht vor dem ersten Hahnenschrei zurück in den schützenden Sarg geschafft hat. Doch der Sheriff und seine Frau versuchen, dem untoten Treiben Einhalt zu gebieten und bekämpfen die Höllenbrut in der Hoffnung auf ein Ende der langen Polarnacht.
"Es ist ein brillantes Konzept, die perfekte Idee für ein A-List-Movie - ein Konzept, das halt zufällig Comic-Format hat", beschreibt der Verleger der Miniserie den Stoff.
Sam Raimi war offensichtlich der selben Meinung: Er sicherte sich frühzeitig die Rechte und will den Film mit seinem Kompagnon Robert Tapert produzieren - die gemeinsame Firma nennt sich passenderweise "Ghost House Pictures". Comic-Autor Steve Niles wird sein Werk übrigens höchstpersönlich in Drehbuchform bringen.
Ob Raimi selbst im Regiestuhl Platz nehmen wird, ist noch unklar - der Comic-Fachmann ist nämlich erstmal mit dem Dreh zu "Spider-Man 2" beschäftigt.
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