Côte d'Azur, die 62.
Die Spekulationen haben sich bestätigt. Das Line-up für das 62. Festival de Cannes liest sich wie ein Klassentreffen der Cannes-Lieblinge. Einen deutschen Regisseur sucht man zwar vergeblich, dafür ist "Das weiße Band" vom Österreicher Michael Haneke dabei. Und um die französischen Titel wurde bis zur letzten Minute noch heftig gerungen.
Unter den für den Wettbewerb ausgewählten Filmemachern haben neun in der Vergangenheit bereits wichtige Preise in Cannes gewonnen. 15 haben wenigstens einmal am Wettbewerb teilgenommen; ein weiterer war wenigstens schon einmal bei einem A-Festival im Wettbewerb vertreten. Es ist kein Regiedebütant im Wettbewerb zu finden.
Und auch einen deutschen Regisseur sucht man in diesem Jahr vergeblich, obwohl zu einem früheren Zeitpunkt einmal Fatih Akin ins Spiel gebracht worden war - doch sein neuestes Werk "Soul Kitchen" ist offenbar nicht rechtzeitig fertig geworden. Dafür ist "Das weiße Band" vom Österreicher Michael Haneke mit von der Partie.
Mit "Drag me to Hell" kehrt Sam Raimi zu seinen Wurzeln als Horror-Meister zurück (Foto: Universal)
Um die französischen Titel soll bis zur letzten Minute noch heftig gerungen worden sein, wie man hört. Mit vier Filmen ist das Gastgeberland erneut stark im Wettbewerb vertreten. So wurde Alain Resnais mit "Les herbes folles" eingeladen. Jacques Audiard reist mit "Un prophète" an. Gaspar Noé kehrt mit "Enter the Void" an die Croisette zurück und Xavier Giannoli zeigt "À l'origine" mit Gérard Depardieu. Abschlussfilm (außer Konkurrenz) ist Jan Kounens "Coco Chanel & Igor Stravinsky".
Die USA stellen neben dem Eröffnungsfilm, "Oben" von Peter Docter und Bob Peterson noch zwei Filme: Quentin Tarantinos "Inglourious Basterds" - eine deutsche Koproduktion - und Ang Lees "Taking Woodstock". Außer Konkurrenz wird außerdem Sam Raimis "Drag Me to Hell" gezeigt.
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