Geschichtsstunde mit Biss
Bald werden wir Abraham Lincoln mit ganz neuen Augen sehen - und Tim Burton hilft uns dabei.
Auch Präsidenten haben ihre Hobbies: Barack Obama pokert in seiner freien Zeit, Kremlchef Dmitri Medwedew knipst, George W. Bush war begeisterter Jäger, Abraham Lincoln erledigte Vampire. Jedenfalls wenn man Autor Seth Grahame-Smith Glauben schenken will - und seinem Roman "Abraham Lincoln: Vampire Hunter". Der lässt den 16. Präsidenten der Vereinigten Staaten in einem völlig neuen Licht erstrahlen und schildert einen Abe Lincoln, der diesmal weniger die Sklaverei sondern eher Untote abschaffen will.
Solch zugegeben etwas abstruser Gedanke hat offenbar sofort Tim Burton fasziniert - Hollywoods Koryphäe für Schräges aller Art. Der tut sich noch schnell mit Timur Bekmambetow zusammen, der bereits in "Wanted" das Regiezepter schwang - und fertig ist das schlagkräftige Kreativ-Team. Noch dazu ein bewährtes, da die beiden im Puppen-Thriller "" sowohl viel Spaß hatten als auch ein extrem gelungenes Ergebnis erzielen konnten. Sogar mit der Suche nach Geld wollen die beiden sich offenbar nicht lange aufhalten - und nehmen der Einfachheit halber ihr eigenes.
Jane Austen meets Zombieland
Da gerade sensible historische Stoffe eine möglichst werksgetreue Verfilmung erfordern, hat man gar den Autor mit an Bord geholt. Grahame-Smith höchstselbst wird sich am Drehbuch versuchen. Was eine ziemlich gute Nachricht ist, da der Autor und Produzent nämlich schon in seiner Parodie "Stolz und Vorurteil und Zombies" extrem schrägen Humor und ziemlich viel Stil bewiesen hat.
Diese Kreuzung aus Jane Austen und "28 Days Later" wird übrigens ebenfalls verfilmt. Mit Natalie Portman als Hauptdarstellerin und Produzentin. Freunde des unkonventionellen Filmgenusses - da kommt was auf euch zu. Und doch bleibt eine Frage: Wenn Präsident Lincoln Vampiren das untote Lebenslicht ausblies - was macht wohl Angela Merkel in Ihrer Freizeit? Mit bloßen Händen Werwölfe erledigen?
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