Bale im Gespräch
Die Filmserie war für ihn längst erledigt und den Regisseur hielt er für eine Witzfigur. Trotzdem stieg Christian Bale bei "Terminator: Die Erlösung" ein. Warum, verrät er hier:
» Wie riskant ist eine Fortsetzung, wenn das Original Filmgeschichte geschrieben hat?
CHRISTIAN BALE: Diese Frage stellt sich überhaupt nicht. Man sollte keinen Gedanken an einen Film verschwenden, wenn man nicht vorhat, das Beste abzuliefern.
» Sie haben Ihr Mitwirken erst kategorisch abgelehnt. Warum?
Wenn die Leute über ihren Lieblings-Terminator sprechen, nennen sie stets den ersten und zweiten Teil. Nie Teil drei. Das ist doch schon der Nagel im Sarg der Serie. "Terminator" war für mich tot. Und außerdem dachte ich: Wer zum Teufel ist dieser McG? Ein Regisseur, der sich selber "McG" nennt? Ganz schön tapfer, sich "McG" zu nennen ...
Kinderstar: Christian Bale unter Kriegsgefangenen in Steven Spielbergs "Das Reich der Sonne" (Foto: Warner Bros)
» Und wie hat er sie überzeugt?
Er hat mich um eine halbe Stunde meiner Zeit gebeten. Verdammt, dachte ich, dieser Typ hat so gewaltige Flugangst und kommt zwölf Stunden angejettet, um 30 Minuten mit mir zu reden? Ich habe mir viel mehr Zeit genommen, alles andere wäre schäbig gewesen. Am Ende haben wir das Drehbuch komplett überarbeitet und ich hing am Haken. Auch aus Trotz ...
» Sie spielen aus Trotz in einem "Terminator" mit?
Klar. Jede Menge Leute um mich herum sagten: "Mach das bloß nicht! Du bist zu gut für einen Terminator-Film!" Die selben Leute haben mir auch dringend abgeraten, "American Psycho" und
"Der Maschinist" zu machen. Also: Jetzt erst recht.
» Welche Veränderungen am Drehbuch waren Ihnen wichtig?
Ich sollte die Rolle des Marcus übernehmen, John Connor kam im Film kaum vor. Jetzt sind es zwei gleichwertige Charaktere. Marcus hat zwar die überraschenden Momente, aber mit Connor bin ich seit meiner Jugend vertraut. In diesem Film wird er zum Anführer des Widerstandes - diese Geschichte wollte ich erzählen.
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