Schwerer Vorwurf
Hat Quentin Tarantino die Drehbuchidee zu seinem Racheepos "Kill Bill" tatsächlich geklaut, oder möchte Kläger Dannez Hunter nur beim Meisterregisseur absahnen?
Hat Quentin Tarantino wirklich lange Finger gemacht oder ist er Opfer eines erfolglosen Hollywood-Autoren? (Foto: Kurt Krieger)
Am Wochenende feierte Quentin Tarantino noch gebührend mit seinem "Inglourious Basterds"-Darsteller Christoph Waltz dessen Oscar-Gewinn als bester Nebendarsteller. Jetzt dürfte dem Topregisseur die Feierlaune vergangen sein. Schließlich hat Quentin ab heute eine Klage wegen Plagiatsvorwürfen am Hals und muss sich deshalb vor Gericht verantworten.
Zu verdanken hat Tarantino sein Rendezvouz vor dem Richter dem Drehbuchautoren Dannez Hunter. Der Schreiber behauptet, 1999 bei Miramax einen Entwurf über die fiktionale Figur Ren eingereicht zu haben. Die Geschichte handelt davon, dass Ren den sadistischen Mord an ihrer Mutter ansehen muss.
Das Studio, Harvey Weinstein und Tarantino hätten die Idee von ihm geklaut und daraus "Kill Bill" gemacht. Außerdem gibt er an, sich für einen Job bei Miramax beworben zu haben, aber "nie einen Rückruf erhalten hätte. Und das, obwohl zahllosen ähnlich gestellten, aber weniger qualifizierten jüdischen und weißen Menschen ein Job nach dem anderen beschert wurde."
Klingt nicht gerade nach einem angenehmen Zeitgenossen. Hunter beklagt außerdem, dass ihm Tantiemen verwehrt wurden. Er selbst schätzt sein Anrecht auf über eine Million Dollar. Die könnte Quentin Tarantino vermutlich aus der Portokasse bezahlen.
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