Enttäuschter "Django Unchained"-Regisseur
Tarantino pushte Travoltas Karriere mit "Pulp Fiction"
Glück im Unglück für John Travolta: Weil sein Bewunderer Quentin Tarantino frustriert über den Karriereverlauf des Fliegerasses war, entschloss sich dieser, ihn wieder nach oben zu bringen.
verleihte der Karriere von John Travolta neue Flügel: Quentin Tarantino (Foto: Kurt Krieger)
John Travoltas Stern in Hollywood war Anfang der 90er Jahre erloschen. Nach seinen goldenen Jahren in den Siebzigern mit Megahits wie "Staying Alive" und "Nur Samstag Nacht" manövrierte sich der flugbegeisterte Tanzbär mit einer Fehlentscheidung nach der anderen ins Abseits.
Statt die Hauptrollen der späteren Kassenschlager "Ein Offizier und Gentleman" und "Ein Mann für gewisse Stunden" anzunehmen, wählte er lieber Engagements bei einem Rohrkrepierer nach dem anderen. Nur gut, dass Quentin Tarantino ein großer Fan von John Travolta ist. Der Regie-Revoluzzer war sehr enttäuscht über die Filme des gefallenen Schauspielers.
Deshalb wollte Tarantino unbedingt Travolta für "Pulp Fiction" engagieren, um dessen Karriere einen neuen Schub zu verpassen. Travolta erinnert sich: "Tarantino wollte sich mit mir treffen und sagte 'Ich bin so enttäuscht darüber, was du mit deiner Karriere angestellt hast. Ich möchte das wieder in Ordnung bringen.'"
Tarantinos Kampf um Travolta lohnte sich für beideTarantino musste mit den Studiobossen einige hitzige Debatten führen, ehe diese der Verpflichtung von Kassengift Travolta zustimmten. Daran erinnert sich auch Wunschkandidat Travolta: "Er musste mit dem Studio kämpfen, weil er nur mich wollte. Das berührte mich sehr."
Tarantinos Verbissenheit zahlte sich am Schluss für beide aus: "Pulp Fiction" avancierte auch dank Travoltas herausragender Darstellung des drogenabhängigen Gangsters Vincent Vega zum Kult-Blockbuster und brachte ihm eine Oscar-Nominierung samt weiterer attraktiver Rollenangebote ein. Travoltas Stern leuchtete heller denn je.
Nächstes Jahr ist der Schauspieler in "Killing Season" und "Gotti: In The Shadow Of My Father" zu sehen, während Tarantino mit seinem Western-Epos "Django Unchained" diesmal Don Johnson etwas unter die Arme greift.
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