Ruben Cossani
Das Debütalbum der Hamburger Band Ruben Cossani ist Kino für die Ohren. Soundtrackhafte Bläserarrangements, die bildhafte Sprache der Texte und Anspielungen auf James Bond machen "Tägliche Landschaft" nicht nur für Deutschpop-Fans zum Genuss. Wir haben mit den Konrad Wissmann, Leonard Lazar und Michel van Dyke gesprochen.
» Wer sind eure musikalischen Vorbilder?
Konrad: Ich habe angefangen, mich für Musik zu interessieren, als ich eine Kassette mit Elvis-Presley-Songs geschenkt bekommen habe. Da war er vorne mit diesem pompösen goldenen Anzug drauf. Das hat mich beeindruckt. Als Songschreiber hat mich Robbie Williams beeinflusst - so wollte ich auch sein.
Michel: Ich habe die Beatles für mich entdeckt, da hatten sie sich gerade aufgelöst. Später kam dann noch David Bowie hinzu.
» Michel, du warst bereits als Songschreiber für die Band Echt erfolgreich und bist auch ein wenig älter als deine beiden Bandkollegen. Wie läuft eure Zusammenarbeit?
Michel: Wichtiger als der Altersunterschied ist, dass ich meine Kollegen respektiere. Wir arbeiten eng zusammen, das war auch bei unserem Album "Tägliche Landschaft" so. Ich habe zwar die Texte geschrieben, aber wir singen alle drei - bei jedem Song.
Konrad: Anfangs hatte ich schon ein paar Bedenken. Die haben sich aber aufgrund der Qualität der Songs sehr schnell gelegt. Mittlerweile sind wir eine echte Gemeinschaft geworden.
Das Album "Tägliche Landschaft" gibt's seit dem 29. Februar beim Plattenhändler (Foto: 105 music)
» Euer Album handelt von ganz großen Gefühlen. Woher nehmt ihr die Inspiration dafür?
Michel: Unsere Inspiration ist das tägliche Leben. Eben das, was die "Tägliche Landschaft" so hergibt.
Leo: Michel hat zwar die Texte geschrieben, aber sobald Konrad und ich die Songs singen, identifizieren wir uns voll damit. Die Lieder sprechen uns aus dem Herzen - und aus dem Kopf.
» Gibt es einen Song auf "Tägliche Landschaft", der euch besonders gut gefällt?
Konrad: "Drüberschlafen". Die Melodie ist wunderschön und auch der Inhalt spricht mich an. In dieser Situation, in der man nicht möchte, dass die Frau geht und ihr dann unbedingt was bieten muss - was zum Essen zum Beispiel... Da finde ich den Satz "Lass uns noch einmal drüber schlafen, bevor wie falsche Dinge sagen" sehr passend.
Leo: "Einmal in 10 Jahren" spricht mir aus der Seele - textlich und musikalisch.
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