Aufruhr in Indien
In großen Teilen der Welt nennen sie ihn "King Kahn" - bei der Einreise in die Vereinigten Staaten behandeln ihn die US-Behörden wie King Kong.
Shahrukh Khan: in seiner Heimat göttlich - in den USA erst mal verdächtig (Foto: Rapid Eye Movies)
Als Shahrukh Khan auf dem Flughafen Newark bei New York landete, muss sein muslimischer Name wohl die Unbedenklichkeitstests der Security-Software nicht bestanden haben. Das Flughafenpersonal - sichtlich keine Fans indischer Kinokost - setzte den Darsteller zahlloser Bollywood-Filme kurzerhand fest. "Ich habe ihnen gesagt, dass ich Filmstar bin", erläuterte Kahn später der indischen Presse. Offenbar mit mäßigem Erfolg: "Ich wurde schikaniert, vielleicht weil mein Name Khan ist. Die Jungs wollten mich wirklich nicht durchlassen." Zwei Stunden dauerte das Verhör. Dann erst durfte der in seiner Heimat als Zweidrittel-Gott verehrte Schauspieler sein Konsulat anrufen und auf deren Intervention hin weiterreisen.
Bei den Indern löste die Nachricht vom Zwangsverhör ihres Megastars blankes Entsetzen aus: Rassistische Schikane sei der ganze Vorgang; kurz darauf brannten US-Flaggen und Obama-Puppen. Dabei ist Khan in den Vereinigten Staaten beileibe kein Unbekannter: Gerade hat der 43-Jährige die Dreharbeiten für seinen nächsten Film abgeschlossen. "My name is Khan" handelt von den Erfahrungen eines Muslims mit Racial Profiling - der Fahndung auf der Basis ethnischer Merkmale...
Berührendes Epos von Steven Spielberg über die Freundschaft eines Farmerssohns zu seinem Rassehengst, der in das Grauen des 1. Weltkriegs gerät und dabei Fronten und Besitzer wechselt.