Schlammschlacht
Dabei wirkt er im Kino immer so sympathisch...
Als sanftmütiger Altstar in "Lost in Translation" rührte Bill Murray seine Fans zu Tränen. Doch zwischen dem ruhigen weisen Mann, der Scarlett Johansson väterlicher Freund und vielleicht mehr war, und dem privaten Bill Murray liegen offenbar Welten. Bills Ehefrau Jennifer Butler Murray hat nach elf Jahren Ehe die Scheidung eingereicht. Die dazu vorgelegten Dokumente lesen sich geradezu teuflisch:
"Im Jahr 2006 zog die Familie Murray nach Sullivan's Island, um dem ständigen Ehebruch, seiner Abhängigkeit von Marihuana und Alkohol, seinen Gewaltausbrüchen und seiner Sex-Sucht ein Ende zu setzen."
Der Anwalt von Murrays Noch-Gattin, Robert Rosen, erklärt, dass der Umzug ins ruhige Hinterland im US-Bundesstaat South Carolina aber nicht den gewünschten Effekt gehabt habe. Murray habe auch dort nichts anbrennen lassen, sei oft mehrere Tage verschwunden, immer auf der Jagd nach Sex und Drogen. Er habe sogar oft das Land verlassen, ohne seine Ehefrau davon zu informieren, und habe auf diesen Reisen sexuelle Kontakte gepflegt, heißt es weiter. Zudem ist ein Szene aus dem Hause Murray beschrieben, in der Bill seine Frau ins Gesicht geschlagen habe und Jennifer anschrie, sie könnte froh sein, wenn er sie nicht umbringen würde.
Das Paar hat vier Kinder im Alter von 15, 12, 11 und 7 Jahren. Jennifer Butler Murray beansprucht das alleinige Sorgerecht. Laut Ehevertrag muss Murray ihr einmalig sieben Millionen Dollar bezahlen und ein Haus für eine Million Dollar bereitstellen. Ansonsten war Gütertrennung vereinbart.
Weder Murray noch sein Anwalt haben die Vorwürfe bisher kommentiert. Für die Fans des Superstars ist das Ganze ein Schock. Zwar hatte es immer wieder Berichte von Kollegen gegeben, dass Murray sich am Set oft ziemlich danebenbenahm. Aber die Anschuldigungen seiner Ehefrau zeichnen ein verabscheuungswürdiges Bild des Schauspielers, der einst als Ghostbuster und Murmeltier-Reporter zum weltweit verehrten Kino-Sympathieträger wurde.
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