Harte Worte
Am liebsten erzieht Sean Penn seine Feinde ja mit den Fäusten, doch manchmal reicht ihm auch ein Rundumschlag mit der Verbalkeule.
Vergangenes Wochenende stieg der Schauspielstar, dem nach seiner jüngsten Paparazzi-Prügelei 18 Monate Haft drohen, mal wieder in den Ring, um all jene Mores zu lehren, die ihn und seine Ansichten kritisieren. Schauplatz war die Talkshow von Comedian Bill Maher beim US-Bezahlsender HBO - und der erste Hieb ging in Richtung aller Gegner des venezuelanischen Präsidenten Hugo Chavez.
Für Chavez, der dafür bekannt ist, unliebsame Journalisten hinter Gittern zu parken, hegt Penn offenbar große Sympathien. Dementsprechend flammend fiel seine Verteidigungsrede für den kommunistischen Führer aus, der "Tag für Tag Diktator geschimpft wird." O-Ton Sean Penn: "Wir nehmen das einfach so hin. Dabei sollte man für solche Lügen in den Knast wandern."
Markige Worte vom Oscar-Gewinner, der sich unlängst persönlich und vor Ort für die Erdbebenopfer von Haiti engagierte und dafür nicht nur Lob erntete. Auf die Frage, was er von Leuten halte, die seinen Einsatz für einen Publicity-Coup hielten, antwortete Penn mit der ihm eigenen Vehemenz:
"Sie wollen wissen, ob ich hoffe, dass diese Typen langsam und qualvoll an Arschkrebs verrecken? Das tue ich. Aber allzu viel Energie werde ich darauf nicht verschwenden."
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