Griff zum Schweißbrenner
Mit der Statue will Sanda Bullock richtig auf dicke Hose machen. Doch die Ehrung selbst macht dem Star noch zu schaffen.
"Ist er noch da?" Sanda Bullock will mit ihrem Oscar die Autohaube zieren (Foto: Warner)
Sie ist seit über 20 Jahren im Geschäft, gilt als eine der erfolgreichsten Schauspielerinnen Hollywoods - doch mit der künstlerischen Anerkennung haperte es bislang. Das endete am 7. März 2010 im Kodak Theatre in Los Angeles - als Sandra Bullock für ihre Rolle im Drama "Blind Side - Die große Chance" mit dem Oscar als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wurde.
Seit dem Zeitpunkt weiß die 45jährige offenbar nicht mehr wohin mit ihrem Glück und Stolz - aber dafür genau, wohin mit ihrer Oscar-Statue: Die soll - ganz dezent - als Kühlerfigur fürs Auto dienen. "Mein Mann Jesse soll ihn mit auf den Kühler schweißen", erklärt der Star trocken. "Dort wird er mir als Erinnerung dienen, wenn ich zur Schule oder zum Einkaufen fahre. Ich werde meine Trophäe auch mit zum Wocheneinkauf nehmen - dadurch werden ihn mehr Menschen zu sehen bekommen."
Auf Augenhöhe mit Leinwandlegenden
Weniger vollmundig - und damit eigentlich auch deutlich näher ihrem Naturell - äußerte sie sich über das Gefühl, die Auszeichnung erhalten zu haben: Hier gestand sie, noch nicht besonders gut damit klar zu kommen, in einer Reihe mit Oscar-Gewinnerinnen wie Dame Helen Mirren oder Meryl Streep zu stehen. Nicht desto weniger sei sie froh, nach der Zeremonie wieder ins normale Leben zurückkehren zu können. "Ich muss das Ganze erst mal sacken lassen. Jetzt kann ich tagelang ohne Makeup rumlaufen, Cheeseburger essen, zu meinem alten Leben zurückkehren - mit Hunden spazieren gehen und einfach das tun, was jeder andere auch macht."
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