Cyber-Gauner
Da legt aber mal einer eine verdammt steile Karriere hin ...
Eine Top-Rolle nach der anderen: Sam Worthington kommt gerade ganz groß raus (Foto: Fox)
Die Regierung bringt eine neue Kreditkarte unters Volk und Sam Worthington ergreift die Chance für die Gaunerei seines Lebens. Während in Deutschland nach einem Datenklau gerade hunderttausende VISA- und Mastercard-Karten umgetauscht wurden, setzt die Story von "American Crime" noch eins drauf: Die U.S.-Regierung probiert wieder mal was aus, um die Kriminalität in den Griff zu bekommen: Ein geheimes Signal soll es jedermann unmöglich machen, bewußt ein Verbrechen zu begehen. Als Sender soll eine neue Kreditkarte fungieren. Damit auch jeder eine hat, wird sie flugs zur neuen Währung erklärt. Selbstverständlich ist die Gehirnwäsche streng geheim und gut im Kärtchen neben den neuen Digital-Dollars versteckt.
Worthington, der in "American Crime" den kleinen Gauner Graham Brick spielt, bekommt Wind von der Sache. Er plant, eine der Ladestationen zu klauen, das Land zu verlassen und den Rest seiner Lebens mit unbgrenzten Mitteln zu verbringen. Ein guter Plan. Aber es gibt ja die blöde Presse und die verpetzt die Sache mit dem Anti-Verbrecher-Signal eine Woche vor dem Start. Da bleiben Worthington und seinen Spießgesellen nur ein paar Tage, um das Verbrechen des Jahrhunderts und das letzte Verbrechen Amerikas in einem Aufwasch zu begehen.
Man muß schon lange suchen, um einen Schauspieler wie Sam Worthington zu finden, der seine Filmografie in so kurzer Zeit mit so viel Legende und Kult aufgeladen hat: Als Terminator stahl er Christian Bale die Show, in Avatar - Aufbruch nach Pandora ist er der Star im meisterwarteten Film des Jahres und mit seinem Perseus aus Clash of the Titans läßt er Schwarzenegger und Stallone selbst in ihren besten Jahren noch alt aussehen.
Der Australier Worthington ist auch ehrlich genug, eine Niederlage einzugestehen: Statt den "American Crime"-Gauner in Hollywood hätte lieber Max Rockatansky gespielt. Der ist auch Australier und bekannt unter dem Kosenamen "Mad Max". Aber Regisseur George Miller heuerte Tom Hardy für "Mad Max 4" an. "Ich hätte das auch gerne gemacht", meint Sam Worthington dazu, "aber George hat seine eigenen Vorstellungen über den Typ, der er braucht. Der Film wird bestimmt alle begeistern." Ein guter Verlierer, der rasant auf der Gewinnerstraße unterwegs ist ...
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