Nix für Weicheier
Man könnte ja meinen, ein harter Hund wie Russell Crowe ließe sich nach einem Schlachten-Spektakel wie "Gladiator" von keiner Kampfszene mehr beeindrucken.
Aber weit gefehlt: Wie der Oscar-Gewinner jetzt verriet, ging es am Set von "Robin Hood" noch weitaus heftiger zur Sache - und der Dreh alles andere als spurlos an ihm vorüber.
"Es war ganz schön beängstigend", so Russell Crowe, der selbst zwar nicht verletzt wurde, die Un- und Zwischenfälle am Set von Ridley Scotts Historienepos aber live miterlebte. "Einmal mussten fünfzehn Mann gleichzeitig vom Schlachtfeld getragen werden. Einem war mit einem Speer ein Auge ausgestochen worden, ein anderer war vom Pferd gefallen und hatte sich Arme und Bein gebrochen. Wieder andere waren psychisch total am Ende, weil es so brutal und anarchisch zuging. Total verrückt, das alles."
Verrückt vielleicht, aber eben auch authentisch. Und dass es bei echten Kämpfen auch echte Verletzte geben kann, ist nur logisch und zählt quasi zum Berufsrisiko. Fans wird's jedenfalls freuen, dass Regisseur Scott seine Armeen nicht mittels Tricktechnik aufgebläht und seine Ritter nicht mit Holzschwertern aufeinander losgejagt hat, sondern alles so echt wie möglich inszeniert wurde.
Dass man den Bogen dabei nicht unbedingt überspannen sollte, ist klar - und auch Russell Crowes finales Fazit. "Das ganze Ausmaß war einfach ungeheuerlich. In einer Szene greifen 130 Reiter in gestrecktem Galopp eine 600-köpfige Gruppe Fußsoldaten an - mit gezogenen Waffen. Sowas kann ganz schnell ins Auge gehen."
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