Favreau im Gespräch
Am 1. Mai kommt ein weiterer Superheld aus dem Marvel-Comic-Universum ins Kino. Regisseur Jon Favreau erklärt, was das Besondere an "Iron Man" ist und spekuliert über eine mögliche Fortsetzung.
Robert Downey jr. ist eine ambivalente Persönlichkeit - genau wie die Figur, die er spielt (Foto: Concorde)
» "Iron Man" ist nicht so populär wie die Marvel-Helden "Spider-Man" oder "Hulk". Sahen Sie eine Herausforderung darin, dem Publikum diese Figur näher zu bringen?
JON FAVREAU: Der Vorteil ist, dass man nicht wie bei "Batman" oder "Superman" den Erwartungen der Fans gerecht werden muss. Außerdem ist Tony Stark alias "Iron Man" viel erwachsener als etwa "Spider-Man" und erreicht damit eine größere Zielgruppe.
Wichtig war dabei nur, einen Schauspieler im entsprechenden Alter zu finden, der die richtige Mischung aus Dramatik und Humor besitzt. Mit Robert Downey jr. fühlte ich mich auf der sicheren Seite.
Mit seinem Spezialanzug kann "Iron Man" wie eine Rakete durch die Luft fliegen (Foto: Concorde)
» Aber Sie mussten hart um ihn kämpfen.
Das stimmt, Marvel Studios wollte einen jüngeren Darsteller, der nicht so bekannt und so oft in den Schlagzeilen war wie Robert. Ich erklärte, dass "Iron Man" nicht die Popularität von "Spider-Man" oder "Hulk" genießt und gerade deshalb einen Schauspieler mit großer Persönlichkeit braucht.
Außerdem ist er der Figur durch seine eigene Vorgeschichte sehr nah. Tony Stark hat als Waffenhändler Dinge getan, die ihn nicht sympathisch erscheinen lassen, und diesen Punkt konnte Robert charmant ausfüllen.
» Mit welchem Argument konnten Sie Marvel überzeugen?
Sowohl Produzent Kevin Feige als auch die kreativen Köpfe von Marvel standen auf meiner Seite, während die anderen nur von der Angst getrieben wurden, Marvel Studios könnte seine Türen wieder schließen, wenn der erste eigene große Film ein Flop werden würde. Schließlich ließ sich Robert Downey jr. auf einen Screentest ein, und schon seine ersten Sätze reichten, um alle Zweifler von Marvel umzustimmen.
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