Tausche MG gegen Filmklappe
Es wird wohl ein Abschied auf Raten.
"Rambo" Sylvester Stallone will den Staffelstab an einen Jüngeren weitergeben. (Foto: Kurt Krieger)
So ganz kann Sylvester Stallone die Finger nicht von "Rambo" lassen. Nach ewigem Hin und Her hatte er zwar Anfang Mai bekannt gegeben, dass er den lange geplanten fünften Film und die Ein-Mann-Armee doch nicht machen wird. Aber nun rückt Sly dafür mit einem neuen Plan heraus: Er will die Vorgeschichte von John Rambo inszenieren, mit einem jüngeren Nachfolger in der Titelrolle!
"Es ist immer spannend, zu zeigen, warum und durch welche Ereignisse Menschen zu dem geworden sind, was sie sind", begründet Sylvester Stallone seine Idee. "Gerade die Traumata, die Tragödien und die Verluste, die jemand in Vietnam erlebt hat, wären eine großartige Herausforderung für einen jungen Schauspieler!"
Ob er dabei schon jemand bestimmten im Auge hat und gegebenenfalls wen, das wollte Stallone allerdings noch nicht verraten. Die Idee klingt jedenfalls deutlich plausibler als die Story, die Sly zuletzt für "Rambo V: The Savage Hunt" geplant hatte: US-Soldaten mit manipuliertem Bewusstsein sollten darin außer Kontrolle geraten und die Frauen eines Dorfes an der mexikanischen Grenze terrorisieren - Rambo sollte die Supersoldaten dann auf bewährt brachiale Weise stoppen.
Sylvester Stallones Rückzug in den Regiestuhl hat aber nicht nur inhaltliche Gründe: Nachdem er sich bei einem Stunt für seinen Retro-Actionkracher "The Expendables" schwer an der Wirbelsäule verletzt hatte, verboten ihm die Ärzte, jemals wieder seine eigenen Stunts zu machen. Doch eine Karriere vor der Kamera ohne vollen Körpereinsatz ist für den Action-Mimen schlicht keine Option. Sylvester Stallone versucht, das trotzdem positiv zu sehen: "Es wäre eine schöne Ironie, wenn Rambo am Set einen jüngeren Rambo anleiten würde, nachdem er den Job über zwanzig Jahre lang selbst gemacht hat."
Außerdem könnte Stallones Nachfolger natürlich bei entsprechendem Erfolg der Vorgeschichte weitere Action-Abenteuer nachlegen - selbstverständlich immer mit Sly im Regiestuhl. Ein derartiger Neustart der Rambo-Saga - in Hollywood seit "Batman Begins" und "Star Trek" mit dem topaktuellen und Dollarregen versprechenden Modewort "Reboot" bedacht - würde Sylvester Stallone möglicherweise viele weitere schöne Jahre mit einer seiner Lieblingsfiguren bescheren ...
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