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| DIE TOPS UND FLOPS DER WOCHE 31 | NEWS  |
| | Prinz mit zu viel Pathos | | Weil nun endlich in ganz Deutschland Sommerferien sind, wird es höchste Zeit für das ultimative Kinderkinoabenteuer. | |
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"Prinz Kaspian von Narnia" konnte das Feuilleton nicht überzeugen (Foto: Walt Disney) |
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Serviert wird es von den Walt Disney Studios, und zwar in Form von "Die Chroniken von Narnia - Prinz Kaspian von Narnia". Auch für das Feuilleton ist der zweite Teil der Fantasy-Saga ein gefundenes Fressen - in Form von negativer Kritik. So urteilt Adrian Prechtel in der Münchner Abendzeitung: "Viele abgedroschene Pathosgesten und Actionsequenzen ermöglichen keine Tiefe der Figuren. So kann selbst die aufwändigste Tricktechnik kaum die Einfallslosigkeit der Erzählung überdecken."

Etwas subtiler äußert sich Anke Sterneborg in der Süddeutschen Zeitung: "Wenn der Prinz und das Kinderquartett die Narnianer für den Aufstand gegen die Telmarer mobilisieren, klingt in den Schlachten ein fernes, dunkles Echo von 'Herr der Ringe' nach." Rupert Koppold geht in der Stuttgarter Zeitung ebenfalls auf den Kampf Gut gegen Böse ein: "Dieser Film, der sein penetrantes Pathos auch durch den komisch gemeinten Einsatz niedlich-chevaleresker Kampfmäuse kaum mildern kann, ist erst dann ganz bei sich, wenn er eine Schlacht arrangieren kann."

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"Unter Kontrolle": Jennifer Lynch muss sich an ihrem berühmten Vater David messen lassen (Foto: Warner) |
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David Lynchs chancenlose Tochter

Großes konnte man zumindest von dem Namen Jennifer Lynch erwarten. Schließlich verbirgt sich dahinter die Tochter des Kult-Regisseurs David Lynch ("Twin Peaks"). Aber die deutschen Kritiker zeigten sich von "Unter Kontrolle" enttäuscht. So konstatiert Peter Uehling in der Berliner Zeitung: "Jennifer Lynch hat gegen ihren Vater David als Filmemacherin nicht den Hauch einer Chance. 15 Jahre hat es gedauert, bis sie das Geld für ihren zweiten Film zusammen hatte. Mit Bill Pullman und Julia Ormond als FBI-Agenten ist er sogar prominent besetzt. Das Ergebnis aber ist durch und durch missraten."

Ähnlich argumentiert auch der Filmdienst: "Der Film opfert seine beklemmende Atmosphäre schlussendlich auch einem überraschungsarmen, wenngleich brachialen Finale, woran auch die guten Darsteller nichts ändern können." Und Wolfgang Hübner stört sich in der Leipziger Volkszeitung ebenfalls an der übertriebenen Brutalität: "Der Film hat zweifellos Qualitäten und starke Momente. Aber es ist zynische Gewaltbesessenheit, die ihn letztlich prägt."

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Löwen, Affen, Elefanten und Vögel gibt es in "Animals in Love" zu bestaunen (Foto: Universum (24 Bilder)) |
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Knuffige Nomaden der Lüste

Frei nach dem Motto "Natur-Dokumentationen gehen immer" hat das Feuilleton dann doch noch ein Werk gefunden, das seine, wenn auch nicht uneingeschränkte, Zuneigung verdient. "Animals in Love" stieß immerhin auf das Wohlwollen der Bild-Redaktion: "Von der Oma bis zum Enkelkind: Dem knuffigen Charme dieser verknallten Tiere kann sich niemand entziehen! Total tierisch!"

Heike Kühn von der Frankfurter Rundschau findet die Dokumentation spektakulär, bemängelt aber: "Die deutsche Fassung lässt sich zu Erklärungen hinreißen, die zwar Aufschluss über Namen und Eigenheiten der Arten gewähren, aber auch die Wahrnehmung des Betrachters gängeln." Und schließlich schreibt Christiane Peitz vom Tagessspiegel unter der treffenden Überschrift "Nomaden der Lüste": "Wieder gibt es einen moralisch-poetischen Off-Kommentar. Wieder menschelt es heftig. Und wieder macht der Sound die Musik." |
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