Retourkutsche
Echte Stars können sich zu jeder x-beliebigen Angelegenheit äußern und davon ausgehen, dass ihr Statement am nächsten Tag Schlagzeilen macht. Natürlich vor allem dann, wenn sie vom Thema eigentlich gar keine Ahnung haben...
Richard M. Daley kann ein Lied davon singen. Der Bürgermeister der Millionenmetropole Chicago hat vor sieben Jahren einen Flughafen dem Erdboden gleich machen lassen und wird dafür noch heute kritisiert - von Superstar Harrison Ford, der zwar in Chicago geboren wurde, aber weder dort lebt, noch sonst irgendwelche näheren Beweggründe hat, Lokalpolititisches aus Michigan mit seinem Senf zu garnieren.
Kommentiert hat er die Flughafen-Frage trotzdem immer wieder. Und mit seiner jüngsten Äußerung, Daleys Entscheidung wäre "unmöglich" gewesen, brachte er den Bürgermeister endgültig auf die Palme. "Harrison Ford ist ein toller Schauspieler", aber dabei solle er es auch belassen, so Daley, den vor allem die Doppelmoral des "Indiana Jones"-Darstellers aufregt.
Auf der einen Seite sei Ford ein Umweltaktivist, der in Costa Rica Land kauft und zum Schutzgebiet erklärt, auf der anderen ein steinreicher Hobbyflieger, der dagegen wettert, dass ein Kleinflughafen geschlossen und zum Naherholungsgebiet umfunktioniert wird.
"Ich möchte ihn nicht elitär nennen, aber das ist er nun mal. Er hat einen Jet, Flugzeuge, all diesen Multimillionärs-Spielkram. Aber dieses Land gehört nicht ihm - sondern den Bürgern von Chicago".
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