

Von der Academy gewürdigt: Heath Ledger, "Der Baader Meinhof Komplex" und Brad Pitt (Foto: Warner, Constantin)
Der unter tragischen Umständen vor einem Jahr verstorbene Heath Ledger ist für seine Rolle als Joker in "The Dark Knight" erwartungsgemäß für einen Oscar nominiert worden. Nachdem er bereits den Golden Globe gewann, dürfte er auch bei den Goldjungs der absolute Favorit auf den Preis sein.
Grund zur Freude aus deutscher Sicht ist die Nominierung des RAF-Dramas "Der Baader Meinhof Komplex" für den besten nicht-englischsprachigen Film. Auch wenn der israelische Konkurrent "Waltz with Bashir", der auch schon bei den Globes gewann, schwer zu schlagen sein dürfte.
Ansonsten ist der große Favorit "Der seltsame Fall des Benjamin Button" mit sensationellen 13 Nominierungen, darunter viele Hauptkategorien: Das geheimnisvolle Drama geht als bester Film ins Rennen, dazu ist Brad Pitt als Hauptdarsteller nominiert, David Fincher für die Regie, Taraji P. Henson als Nebendarstellerin und die Adaption des Drehbuchs von Kultromancier F. Scott Fitzgerald.


"Slumdog Millionär" über einen armen Abräumer beim indischen "Wer wird Millionär" gilt als Bollywood-Variante von "Forrest Gump" (Foto: Prokino (Fox))
Was zählt, ist hinter der Kamera!
Zu den meistnominierten Filmen zählt mit zehn Chancen "Slumdog Millionär", ein Drama über einen armen indischen Jungen, der in einer Quizshow abräumt. Je achtmal nominiert wurden das Politdrama "Milk" über den ersten Schwulenaktivisten in der US-Politik und "The Dark Knight" - Letzterer aber hauptsächlich in Nebenkategorien wie Makeup und oder Ton. Sechs Nominierungen sind für einen Animationsfilm wie "WALL·E" höchst ungewöhnlich, zumal darunter auch das Drehbuch ist. Je fünf Nominierungen gab's für das Religionsdrama "Glaubensfrage", für "Der Vorleser" nach Bernhard Schlinks Kultroman über eine ehemalige KZ-Aufseherin und das Drama "Frost/Nixon" über den Fall des Skandalpräsidenten Richard Nixon.
Offenbar ist man in Hollywood der Meinung, dass das Wichtigste an einem guten Film der richtige Regisseur ist. Denn alle fünf Werke, die in der Kategorie Bester Film nominiert sind, bringen auch ihren Regisseuren eine Oscar-Chance: David Fincher für "Der seltsame Fall des Benjamin Button" über einen im Körper eines Greises geborenen Jungen, Ron Howard für "Frost/Nixon", Gus Van Sant für "Milk", Stephen Daldry für "Der Vorleser" und Danny Boyle für "Slumdog Millionär".
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