Amoklauf
Er ist dafür bekannt, etwas schwierig zu sein...
Doch was sich Bill Murray diesmal geleistet hat, übertrifft seine bisherigen Entgleisungen bei weitem: Am Set des Melodrams "Broken Flowers" hat er einem Mitglied der Crew angedroht, ihn zu erstechen.
Dabei spielt Murray im Film eine höchst sanftmütige Person: den alternden Playboy Don. Diesen erreicht eines Tages ein anonymer Brief, in dem ihn eine Verflossene warnt, dass er einen erwachsenen Sohn habe, der möglicherweise nach ihm suche. Auf Drängen seines umtriebigen Nachbarn macht sich Don auf, um den fünf in Frage kommenden Ladys aus seiner Vergangenheit einen Besuch abzustatten und der Sache auf den Grund zu gehen. Regel Nummer eins: immer Blumen mitbringen.
Und bei einer Szene im Blumenladen passierte schließlich das Unfassbare. Pell James, die eine Floristin spielt, berichtet:
"Bill und ich waren mitten in der Szene, als er plötzlich lospolterte 'Ok, jetzt reicht's, entschuldige mich mal kurz!' und sich das Messer schnappte, das auf dem Tresen lag. Bill stürzte zur Tür raus, rannte die Straße hoch, und dann habe ich ihn nur noch aus der Ferne brüllen hören: 'Verdammt nochmal, wenn Du nicht endlich Deine Klappe hältst, steche ich Dich ab!!!'"
Der Grund für diesen Amoklauf war ein Assistent, der während der Szene über Funkgerät mit einigen Kollegen gesprochen hatte. Dadurch fühlte sich Murray offenbar in seiner Konzentration gestört. Er selbst wollte den Zwischenfall nicht kommentieren.
Das Ganze ist schon der zweite Vorfall mit dem exzentrischen Schauspieler am Set von "Broken Flowers". Zuletzt hatte er eine Aufnahmeleiterin angepöbelt.
Zwar ist bekannt, dass Murray ein ziemlicher Griesgram ist, am Set als große Diva auftritt und abseits davon so zurückgezogen lebt, dass er auf Anrufe kaum reagiert. Sofia Coppola hatte beispielsweise große Schwierigkeiten, ihn überhaupt dazu zu bringen, das Drehbuch zu "Lost in Translation" zu lesen. Dass er allerdings mit einer Waffe auf einen Kollegen losgeht, ist selbst für Murray eine neue Dimension.
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