Vor 81 Jahren
Was heute als bedeutendes Meisterwerk der Filmgeschichte gilt, war damals schlicht ein totaler Reinfall.
Am 10. Januar 1927 feierte Fritz Lang mit seiner Stummfilm-Zukunftsvision "Metropolis" in Berlin Premiere. Obwohl die Ufa-Studios weder Kosten noch Mühen gescheut hatten, um Langs Anforderungen umzusetzen, stieß das Gesamtkunstwerk beim Publikum auf herzlich wenig Begeisterung und trieb die Ufa fast in den Ruin.
"Metropolis" kostete insgesamt 6,9 Millionen Mark und galt damals als teuerster deutscher Film. Neben acht Haupt- und 750 Nebendarstellern engagierte der Regisseur über 35.000 Komparsen, ließ 3.500 Paar Schuhe, 75 Perücken und 50 Autos extra anfertigen und verbrauchte 620 km Negativ- und 1.300 km Positivfilm - ganz abgesehen von den Kosten für die aufwendigen Dreharbeiten, die sich über zwei Jahre erstreckten.
Die Anerkennung für die außerordentliche Umsetzung kam erst Jahre später. Auch wenn das breite Publikum den Film verschmähte, so wurde er doch 2001 von der UNESCO im "Memory of the World-Register" als bemerkenswertes Kulturerbe aufgenommen und gilt Fans und Experten in aller Welt längst als Meilenstein der Filmgeschichte.
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