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MICHAEL BAY IM GESPRÄCHINTERVIEW
"Man verdient viel Geld mit mir"
Michael Bay hat sich mit Filmen wie "Armageddon" oder "Pearl Harbor" den Ruf erarbeitet, Hollywoods visionärster Actionregisseur zu sein. Mit "Transformers - Die Rache" legt er die Latte für filmisch Machbares wieder ein Stück höher.
Michael Bay gibt seinem Hauptdarsteller Shia LaBeouf letzte Anweisungen
ZoomMichael Bay gibt seinem Hauptdarsteller Shia LaBeouf letzte Anweisungen (Foto: Paramount)

» Welche Qualitätsmerkmale zeichnen einen guten Film aus?

MICHAEL BAY: Zunächst einmal: Es kommt nicht auf die Größe an. Persönliche Dramen können ebenso großartig sein wie große, ausschweifende Epen. Das macht erst einmal keinen Unterschied. Wichtig ist, dass man sein Publikum berührt, dass man es anregt, dass man es fasziniert. Großes Kino bedeutet, dass man Dinge zu sehen bekommt, die man in dieser Form noch nie zu sehen bekommen hat.

» Gutes Stichwort. Da kommen Sie ins Spiel.

Ich will mich von Film zu Film steigern. Das ist meine persönliche Herausforderung, das ist der Kitzel: Mir geht es darum, Dinge auf die Leinwand zu bringen, die vor dem Dreh noch gar nicht möglich gewesen wären. Wenn das Publikum ein Ticket für einen meiner Filme löst, stehe ich mit meinem Namen dafür gerade, dass man etwas zu sehen bekommt, was einzigartig ist. Ich will unterhalten, gut unterhalten, und dafür setze ich alle Hebel in Bewegung.

Für Bay müssen vor allem die Roboter und ihr Kampf auf der Erde realistisch wirken
ZoomFür Bay müssen vor allem die Roboter und ihr Kampf auf der Erde realistisch wirken (Foto: Paramount)

» Der Erfolg gibt Ihnen recht. Ihre Filme sind teuer, aber Sie haben den Ruf, dass Sie unter dem bewilligten Budget bleiben.

Bei "Transformers - Die Rache" sind wir vier Millionen Dollar unter dem avisierten Drehbudget geblieben. Das Geld habe ich in die Effekte gesteckt. Aber mit einem Budget von 195 Millionen Dollar war es natürlich kein billiger Film. Das weiß ich. Und ich weiß um die Verantwortung, die man trägt, wenn man mit solchen Summen hantiert. Er wäre allerdings noch deutlich teurer geworden, wenn ich nicht so gute Kontakte zum Pentagon, GMC und Hasbro hätte.

Wenn man weiß, wen man anrufen muss, hilft das außerordentlich bei der Umsetzung der Filme, die ich machen will. Letztlich ist alles eine Frage der Disziplin. Das habe ich von Jerry Bruckheimer gelernt, der beste Lehrmeister, den man haben kann: Wenn die Studios sehen, dass man alles unter Kontrolle hat, hat man seine Ruhe.

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