Unprofessionell
Zwanzig Jahre jung, schön und erfolgreich. Kein Wunder, dass Lindsay Lohan ihr Leben genießt und sich zu gerne auf Partys rumtreibt - die Arbeit sollte sie dabei nur nicht vergessen.
Dass man auch als Schauspielerin einen geregelten Arbeitstag hat, an das muss sich Lindsay Lohan wohl erst gewöhnen. Bei den Dreharbeiten zu "Georgia Rule" kam es immer wieder zu Problemen, weil die 20-Jährige gar nicht, oder zu spät auftauchte, unter dem Vorwand, sie wäre krank oder hätte einen Sonnenstich. Erst kürzlich wurde sie im Krankenhaus behandelt.
Produzent James G. Robinson hatte bald genug von dem Hickhack und wandte sich in einem offenen Brief an Lohan. In dem Schreiben bezeichnete Robinson das Verhalten von seinem Schauspielstar als unhöflich, unverantwortlich und unprofessionell. Die "Herbie Fully Loaded"-Darstellerin habe sich verhalten wie ein verzogenes Kleinkind.
"Wir sind uns alle bewusst, dass dein wildes Partyleben der einzige Grund für deine Erschöpfung darstellt. Wir werden faule Ausreden nicht mehr akzeptieren", heißt es in dem Schreiben. Der Produzent forderte Lohan auf, ihr unverantwortliches Benehmen zu beenden. Ihr Verhalten würde der Produktion hunderttausende von Dollar kosten und sollte es so weitergehen, würden sie die Schauspielerin auch finanziell zur Verantwortung ziehen.
Lindsay erhielt nun Schützenhilfe von Mama Dina Lohan, die den Brief als lächerlich bezeichnete. Ihre Tochter habe bei den Dreharbeiten bei 40 Grad in der Hitze über Kreislaufbeschwerden geklagt. Der Krankenhausaufenthalt wäre nötig gewesen, da ihre Tochter an Asthma leidet und bei großer Hitze oder Kälte Beschwerden bekommt. "Lindsay ist ein wundervolles Kind, das war einfach zuviel für sie", so Mrs. Lohan.
Robinson erklärt, dass der Brief lediglich eine Möglichkeit war, um zu sagen: "Hei, komm schon, benimm dich professionell." Es scheint gewirkt zu haben. Lohan ist seitdem pünktlich am Set. "Das ist alles was ich wollte", so Robinson. Vorerst wird die Schauspielerin wohl keine Partys mehr besuchen.
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