

Unsterblich verliebt: Kristen Stewart und Robert Pattinson in Twilight (Foto: Concorde)
Über 110 Jahre hat der erste und zugleich berühmteste Vampirroman, Bram Stokers "Dracula", schon auf dem Buckel. Und dennoch hat die Legende vom blutsaugenden Untoten, der angeblich in den rumänischen Karpaten - genauer gesagt in Transsylvanien - sein Unwesen trieb, nichts von ihrer Faszination verloren.
Bestes und aktuelles Beispiel: Stephenie Meyers' gerade bei Teenagern enorm erfolgreiche Bestsellerbuchreihe "Twilight", die von der großen Liebe zwischen der schönen Bella und einem nicht weniger attraktiven Vampir namens Edward handelt. Auch der Film hat diese außergewöhnliche Lovestory natürlich schon längst entdeckt. Teil eins der Saga Twilight - Biss zum Morgengrauen ist bereits auf Video erhältlich, der zweite Teil "New Moon - Biss zur Mittagsstunde" läuft aktuell in den Kinos. Auch in Deutschland haben die beiden Hauptdarsteller Kristen Stewart und Robert Pattinson damit bereits ein Millionenpublikum verzaubert. Allerdings spielt in dieser modernen Geschichte die Romanze eine wesentlich wichtigere Rolle als das Vampir-typische Serienmordmotiv.


Halb-Vampir mit scharfer Klinge: Wesley Snipes als "Blade" (Foto: Warner)
Die Jagd nach Untoten und Monstern
Da geht es in der Action- und Martial-Arts-geladenen "Blade"-Trilogie schon ganz anders zur Sache. Hier spielt Wesley Snipes einen Halbvampir, der mit der Virtuosität eines Samurai versucht, sämtliche Blutsauger dieser Welt auszurotten. Ebenfalls viel Action hat auch die düster-moderne Horrorreihe " Underworld " zu bieten. Allerdings darf in diesem Fall Vampirin Kate Beckinsale mit einem Werwolf Romeo und Julia spielen. Die schöne Beckinsale war übrigens auch in "Van Helsing" mit von der Partie - jenem Effekte-Spektakel, in dem Hugh "X-Man" Jackman den legendären Monsterjäger gibt.
Während "Van Helsing" pures Popcornkino ist, gehört die Version von Altmeister Francis Ford Coppola wohl zu den erlesensten Adaptionen des berühmten Stoffs. "Bram Stoker's Dracula" wurde nicht nur mit drei Oscars ausgezeichnet - darunter für beste Kostüme und bestes Make-up -, die Hauptfigur erhält in dieser Fassung durchaus tragische Züge und die altbekannte Horrormär faszinierende erotische Untertöne. Die großartige Besetzung um Gary Oldman, Winona Ryder und Keanu Reeves rundet das blutrünstige Vergnügen ab.


Tom Cruise: Unsterblich in "Interview mit einem Vampir" (Foto: Warner)
Zum anbeißen gruselig: Christopher Lee
Ein gigantisches Staraufgebot konnte auch Neil Jordan für seine Anne-Rice-Verfilmung "Interview mit einem Vampir" aufbieten. In der homoerotisch angehauchten Horror-Oper begeistern etwa Antonio Banderas, Brad Pitt und Tom Cruise. Apropos Superstars: Wenn der Begriff Vampirfilm fällt, darf ein Name nicht fehlen: Christopher Lee. Er gab in unzähligen B-Movies der 1960er- und 70er-Jahre dem Grafen Dracula ein Gesicht.
Und der Boom um den blutsaugenden Adelsmann geht ungebrochen weiter. Paul Weitz, Bruder des "New Moon"-Regisseurs Chris Weitz, hat gerade mit "Mitternachtszirkus", der Verfilmung von Darren Shans gleichnamiger Buchreihe, seinen Beitrag zur Renaissance dieses Genres geleistet. Darin geht es übrigens um einen Ami, der zum Blutsauger wird und sich in einem Kampf der Vampire wiederfindet.